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Für 11 Milliarden Dollar : Bierkonzern AB Inbev verkauft sein Australien-Geschäft

Die Biermarke Foster’s wechselt den Besitzer. Bild: Bloomberg

Nach dem geplatzten Börsengangs seiner Asien-Pazifik-Sparte geht der größte Bierbrauer der Welt einen anderen Weg, um an dringend benötigtes Geld für den Schuldenabbau zu gelangen.

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          AB Inbev verkauft sein Australien-Geschäft für rund 11,3 Milliarden Dollar an Japans größten Braukonzern Asahi. Der Verkauf soll im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein, teilte AB Inbev am Freitag im belgischen Leuven mit.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Ankündigung des Verkaufs der australischen Carlton & United Brauerei, zu der unter anderem die Biermarke Foster‘s gehört, kam an der Börse sehr gut an: Der Aktienkurs von AB Inbev legte um mehr als fünf Prozent zu. Der erzielte Preis für das Australien-Geschäft sei deutlich höher als erwartet, schrieben die Analysten des Handelshauses Jefferies.

          Laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ denkt AB Inbev auch noch über weitere Verkäufe in Südkorea und Zentralamerika nach. Laut dem Bericht hatten Asahi und der Finanzinvestor KKR bereits im Mai Interesse an einigen asiatischen Geschäften gezeigt. Damals hatte AB Inbev aber noch ein Börsengang der gesamten Asien-Pazifik-Sparte angestrebt, dem bislang auch das Australien-Geschäft angegliedert war. AB Inbev wollte sich dazu nicht äußern. In der Mitteilung heißt es, AB Inbev erwäge weiterhin einen Verkauf einer Minderheitsbeteiligung der Asien-Pazifik-Sparte - jetzt ohne Australien, „vorausgesetzt es kann zur richtigen Bewertung abgeschlossen werden“. AB-Inbev-Chef Carlos Brito ließ sich mit den Worten zitieren: „Wir sehen noch immer ein großes Potential für unser Asien-Pazifik-Geschäft“.

          AB-Inbev-Chef Carlos Brito

          Erst vor einer Woche hatte AB Inbev den geplanten Börsengang der Asien-Pazifik-Sparte kurzfristig abgesagt und dabei unter anderem auf die herrschenden Marktbedingungen verwiesen. AB Inbev wollte über den Börsengang eigentlich bis zu knapp 10 Milliarden Dollar für einen Minderheitsanteil einnehmen, doch es fanden sich nicht genug Käufer für diesen Preis. AB Inbev braucht dringend Geld, um seinen Schuldenberg abzutragen. Seit der Übernahme seines einstigen Rivalen SAB Miller vor drei Jahren für mehr als 100 Milliarden Dollar, ist der Konzern hoch verschuldet.

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