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Influencer-Urteil : Übertrieben werblich

  • -Aktualisiert am

Die Frage um Werbung im Netz trifft Influencer wie Cathy Hummels Bild: dpa

Der Bundesgerichtshof hat Influencern im Netz Vorgaben gemacht. Wichtige Fragen bleiben jedoch immer noch offen.

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          Das Verbot der Schleichwerbung ist seit Langem Gegenstand der Rechtsprechung. Neu sind aber Fragen, die sich bei sozialen Medien im Grenzbereich zwischen privater Kommunikation und Kommerz stellen. Rechtliche Grundlage sind das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das irreführende Wirtschaftswerbung verbietet, und daneben die Schleichwerbungsverbote für Internetseiten im Medienstaatsvertrag und im Telemediengesetz.

          Drei neue Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) befassen sich mit der Pflicht von Influencern, Beiträge in sozialen Netzwerken als Werbung zu kennzeichnen, wenn prominent Produkte gezeigt werden. Ein Wettbewerbsverein hatte gegen drei bekannte Influencerinnen, Leonie Hanne, Cathy Hummels und Luisa-Maxime Huss, auf Unterlassung von Schleichwerbung geklagt. Sie veröffentlichen mehr oder weniger private Fotos auf Instagram, oft mit Produkten, die sie ihren Followern nahelegen. Unter anderem ging es um ein Foto, das ein Glas Himbeermarmelade zeigte. Bei Berührung des Fotos führte ein Link („Tap Tag“) zum Profil des Marmeladen-Herstellers.

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