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Urteil des Bundesgerichtshofs : Mehr Umtauschrechte für Autokäufer

  • Aktualisiert am

BMW-Autohaus in Bayern Bild: dpa

Wer ein neues Auto kauft, das Mängel hat, kann sich mehr Hoffnungen auf ein Ersatzauto machen. Nach einem Urteil des BGH ist das nicht zwangsläufig unverhältnismäßig – selbst wenn die Mängel behoben wurden.

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          Der Bundesgerichtshof (BGH) betont die Rechte von Käufern bei Neuwagen mit Mangel: Wenn ein Problem nicht vollständig, nachhaltig und fachgerecht beseitigt werde, könne der Verkäufer ein Ersatzauto nicht einfach als unverhältnismäßig ablehnen.

          Das Wahlrecht des Käufers – Nachbesserung oder Ersatz – könne auch nicht dadurch unterlaufen werden, dass der Händler einen Mangel ohne Einverständnis des Käufers mit der Zeit aus der Welt geschafft hat, entschied der BGH am Mittwoch in Karlsruhe. Ob ein Ersatzauto in dem Fall verhältnismäßig ist, muss noch geklärt werden. Der BGH wies den Fall deshalb an das Oberlandesgericht Nürnberg zurück.

          Geklagt hatte ein Mann, der im Jahr 2012 einen neuen BMW für etwa 38.000 Euro gekauft hatte. Wenig später zeigte das Auto immer wieder eine Warnmeldung an: Der Fahrer solle vorsichtig anhalten, um die Kupplung abkühlen zu lassen, das könne bis zu 45 Minuten dauern.

          Als der Hinweis nach mehreren Werkstattbesuchen nicht verschwand, wollte der Mann ein neues Fahrzeug. Das lehnte der Händler ab: Die Kupplung könne bedenkenlos während der Fahrt abkühlen, außerdem sei bei einem Kundendienst-Termin eine Warnmeldung mit geändertem Text aufgespielt worden.

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