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Betriebsrenten : Commerzbank-Chef erwartet Streichung der Vorstandspensionen

  • Aktualisiert am

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller Bild: dpa

Im Streit um die Streichung der Betriebsrenten nur für die Mitarbeiter der Commerzbank hat der Vorstandssprecher der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, den Wegfall der Vorstandspensionen in Aussicht gestellt.

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          Der Vorstandssprecher der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, geht von einer gänzlichen Streichung der Vorstandspensionen für 2004 aus. “Angesichts des Ergebnisses 2003 werden mit großer Wahrscheinlichkeit die Ansprüche (des Vorstandes) für dieses Jahr vom zuständigen Ausschuß des Aufsichtsrats gänzlich gestrichen“, schrieb Müller in einer Information an leitende Mitarbeiter, die der Nachrichtenagentur vwd vorliegt. Er verwies zudem auf eine Pressemitteilung des Aufsichtsrats, in der dieser auf vergangene Kürzungen der Vorstandspensionen hingewiesen und ein mögliche weiter Kürzung 2004 angedeutet hatte.

          Der Vorstand sei folglich keineswegs von den Kürzungen bei der Altersvorsorge ausgenommen, betonte Müller. Gleichwohl entschuldigte sich der Vorstandssprecher erneut bei seinen Mitarbeitern für die “miserable Kommunikation“ bei der Kündigung der Betriebsrenten. Zugleich räumte er ein, daß ein vorheriges Gespräch mit dem Gesamtbetriebsrat sinnvoll gewesen wäre. Der Vorstandssprecher machte erneut seine Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Gesamtbetriebsrat deutlich, verteidigte jedoch die Kündigungen der Betriebsrenten zum Jahresende 2004 in der Sache.

          Wende im Privatkundengeschäft geschafft

          In seinem geschäftspolitischen Ausblick auf das Jahr 2004 betonte Müller, daß im Privatkundengeschäft der Turnaround bereits geschafft sei. Im Asset Management sei der Umschwung sichtbar. Er sei zuversichtlich, daß der Commerzbank bei günstigeren wirtschaftlichen Bedingungen und einer freundlichen Börse 2004 “weitere entscheidende Schritte nach vorn gelingen“.

          Mit Blick auf das Jahresergebnis 2003 sagte er, daß die Bank operativ im Vergleich zu 2002 ein gutes Stück vorangekommen sei. Das Ergebnis werde jedoch von der Neubewertungsaktion geprägt sein. Der Verwaltungsaufwand sei aber “deutlich und nach Plan“ gesenkt worden, hob er hervor. Laut Plan wollte die Bank den Verwaltungsaufwand 2003 auf unter 5 Milliarden Euro und 2004 auf 4,5 Milliarden Euro reduzieren. Für 2002 hatte die Bank einen Verwaltungsaufwand von rund 5,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

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