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Besucherrekord : Bald zieht Irland im Europa-Park ein

Voll besetzt: Zu seinem 40-jährigen Bestehen verbucht der Europapark in Rust einen neuen Besucherrekord. Bild: dpa

Im Jubiläumsjahr 2015 besuchten so viele Menschen den Europapark wie nie. Idyllische Landschaften - wie die von Irland - sollen jetzt vor allem das jüngere Publikum anlocken.

          Einmal wieder die Wirklichkeit vergessen, heile Welt erleben, ausgelassen sein wie ein Kind: das sind die Erlebnisse, die der Europa-Park bietet, und die offenbar von immer mehr Menschen geschätzt werden. Für das 40. Jahr seines Bestehens vermeldet der größte deutsche Freizeitpark einen Besucherrekord: 5,5 Millionen Besucher sind nach Rust gefahren. „Wir hatten ein sehr emotionales Geburtstagsjahr“, resümiert Roland Mack, Geschäftsführer des Familienunternehmens.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Das schönste Geburtstagsgeschenk war für ihn die Wahl zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands durch 15.000 ausländische Touristen, die von der Deutschen Zentrale für Tourismus befragt worden waren. Das Schloss Neuschwanstein hat der Europa-Park auf Platz 2 verwiesen, auf Platz 3 liegt der Kölner Dom. Dabei bleiben immer mehr Besucher länger als einen Tag, berichtet Mack. Die Quote liegt jetzt bei 23 Prozent: Zu den Erfolgsrezepten des Europa-Parks gehört die ständige Erweiterung des Parks mit Attraktionen. Viele zeigen den neuesten Stand der Technik.

          Dabei ist der Europa-Park auch eine große Demonstrationsanlage für andere Freizeitparks. Entwickelt werden die Attraktionen von der zur Firmen-Gruppe gehörenden Mack Rides GmbH in Waldkirch, die Parks in aller Welt beliefert. Als „Welt-Neuheit“ wird etwa der „Alpenexpress VR-Ride“ angepriesen, der die Gäste einer Achterbahn mit einer Virtual-Reality-Brille in digitale Welten entführt.

          Ein Wasserpark ist in Planung

          Ab und zu wird aber auch gezittert, weil mit den Innovationen nicht alles nach Plan läuft. Deutlich später als erwartet hat der Europa-Park 2014 das Indoor-Fahrgeschäft „Arthur im Königreich der Minimoys“ eröffnet. Die Bahn, die den Passagieren Beinfreiheit gewährt und so das Gefühl des Fliegens vermittelt, folgt einem komplizierten elektronischen Steuerungssystem: „Jeder Zug muss erkennen, wo sein Kollege ist und darauf reagieren. Es gibt keine Kontrolle über die Schienen“, erläutert Mack die Herausforderung. Mittlerweile hat der Europa-Park schon die nächste Hürde gemeistert. Zur Wintersaison wurde die Bahn vorsorglich erweitert, damit der Andrang der Gäste besser bewältigt werden kann. Zuvor hatte es Wartezeiten von mehr als einer Stunde gegeben. Die nächste Erweiterung des Parks ist eher wieder thematischer Natur. Demnächst zieht Irland als 14. Land in den Europa-Park ein: Grüne Hügel sowie ein kleines Fischerdorf mit Schafen und Traktoren sollen dann vor allem jüngere Gäste anlocken.

          Während allein für „Arthur“ 25 Millionen Euro investiert werden mussten, lagen die Investitionen im vergangenen Jahr darunter. Zu Zahlen hält sich das Familienunternehmen bedeckt, das auf einen 1780 gegründeten Postkutschen-Hersteller zurückgeht. Dabei dürfte der Umsatz nach Schätzungen rund eine halbe Milliarde Euro erreichen.

          Im Jahresdurchschnitt beschäftigt der Europa-Park 3600 Mitarbeiter, 150 Stellen seien 2015 neu geschaffen worden, heißt es in Rust. Während in der Hochsaison mit Saison-Kräften bis zu 5000 Menschen im Europa-Park arbeiten, sind im Februar, wenn der Park geschlossen ist und lediglich das Konferenzgeschäft weiterläuft, noch 1600 Arbeitskräfte an Bord. Bis Sommer 2018 soll ein weiteres Hotel mit 1000 Betten eröffnen. Wenige Monate später soll dann der erste Wasserpark an den Start gehen. Noch fehlen aber die Genehmigungen. Die Bebauungspläne liegen in den Gemeinden aus: jetzt haben die Bürger von Rust das Wort.

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