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Besteuerung in Deutschland : Ehegatten-Splitting ist besser als sein Ruf

Die Ehe wirkt sich auch in der Besteuerung aus. Nicht alle finden richtig, wie das derzeit geregelt ist. Bild: dpa

Viele dreschen auf das Splitting ein. Es festige traditionelle Rollenbilder, belohne Paare mit nur einem Verdiener. Doch es gibt Gründe, es beizubehalten.

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          Kritik am Ehegattensplitting ist beliebter denn je. Frauenrechtlerinnen kritisieren schon lange die Regelung aus den fünfziger Jahren. Vermehrt sprechen sich nun auch Wirtschaftswissenschaftler für eine Reform aus, sogar der Beirat von Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat dies vor einiger Zeit getan. Die Kritik lautet unisono: Die Regelung belohne die Alleinverdienerehe, bestrafe die Arbeitsaufnahme des zweiten Ehepartners und zementiere so die klassische Rollenverteilung in der Ehe. Der Frau bleibe die Rolle als Heimchen am Herd.

          Diese Wahrnehmung kontrastiert mit der Zunahme der Erwerbsbeteiligung der Frauen. Zu erwarten ist dennoch, dass die eine oder andere Partei abermals die Abschaffung des Splittings im Wahlprogramm nächstes Jahr fordern wird.

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