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Berufe-Check : Diese Berufe stehen in der Gehaltsrangliste ganz oben

Auf dem Weg nach ganz oben? Geschäftsführer und Vorstände verdienen besonders gut. Bild: dpa

Geschäftsführer und Mediziner verdienen besonders gut, während bei Paket-Zustellern und Putzkräften am Ende des Monats wenig auf der Abrechnung steht. So sieht es in Ihrem Beruf aus.

          Macht Geld glücklich? Auf diese Frage gibt es viele mehr oder weniger schlaue Antworten. Sicher ist aber, Geld alleine sorgt nicht für ein erfülltes Leben. Freilich zeigt der „Nationale Wohlstandsindex für Deutschland“: Den Deutschen liegt besonders viel daran, finanziell sorgenfrei durchs Leben zu gehen. Da passt es ins Bild, dass zum Beispiel Geschäftsführer und Vorstände, Hausärzte und Psychologen besonders zufrieden mit ihrer Arbeit sind und auch in der Gehaltsliste unseres Berufe-Checks ganz vorne stehen. Angestellte im Call-Center oder Mitarbeiter von Post- und Zustelldiensten hingegen verdienen eher wenig und sind auch mit ihrer Arbeit deutlich unzufriedener.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für den Berufe-Check hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gemeinsam mit der F.A.Z. die Daten von mehr als 20.000 Befragten aus dem Sozio-ökonomischen Panel ausgewertet. Demnach verdienen Geschäftsführer und Vorstände im Durchschnitt 8075 Euro brutto im Monat, Hausärzte kommen auf 6315 Euro. Ebenfalls weit oben in der Rangliste stehen zum Beispiel Führungskräfte in Einkauf und Vertrieb. Die besonders unzufriedenen Zusteller kommen dagegen nur auf 1067 Euro Bruttoverdienst im Schnitt.

          Der Vergleich von Fahr-, beziehungsweise Sportlehrern und Marketingleuten unterstreicht indes: Wer allein von hohem Gehalt auf eine hohe Zufriedenheit im Beruf schließt, macht es sich zu einfach. Erstere verdienen nämlich im Schnitt 1248 Euro, sind aber sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Werber und Marketing-Angestellte hingegen stehen mit 3075 Euro dagegen eher gut dar, besonders glücklich mit ihrem Beruf sind sie allerdings nicht. Gleichwohl zeigt sich insofern ein Muster, als dass viele Berufe, die in der Verdienstliste weiter hinten stehen, auch mit Blick auf die Arbeitszufriedenheit eher schlecht abschneiden.

          Der Berufe-Check

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          Neben den Call-Center-Mitarbeitern und Zustellern sind auch Abwäscher, Putzleute oder Restaurant-Servicekräfte besonders unzufrieden im Vergleich – und verdienen mit 723,18 Euro und 884,15 Euro auch eher schlecht. Naheliegende Gründe für die Unzufriedenheit sind neben dem Gehalt auch mangelnde Anerkennung für den Beruf, wie sie zum Beispiel Call-Center-Mitarbeiter in einer Verdi-Umfrage beklagten, körperlich anstrengende Tätigkeiten oder hoher Zeitdruck. Diesem sind etwa Zusteller besonders stark ausgesetzt - nicht nur in der stressigen Weihnachtszeit.

          Der geringe Verdienst in den unterschiedlichen Berufen am unteren Ende der Rangliste kann derweil verschiedene Ursachen haben. Gemein haben viele, dass in den Branchen generell eher weniger gezahlt wird und die Berufstätigen oft nur als Teilzeitkräfte angestellt sind. So arbeiten etwa Leute in der Reinigung, Kassierer und auch Zusteller im Schnitt deutlich unter 30 Stunden in der Woche. Zudem werden hier oft ungelernte Personen angestellt. Bei Servicekräften im Restaurant spielt derweil auch Trinkgeld eine nicht unerhebliche Rolle für das Einkommen. Im Bruttoverdienst taucht das freilich nicht auf.

          Teilzeitlösungen kommen in den Berufen am oberen Ende der Gehaltsrangliste kaum vor. Vielfach arbeiten die Angestellten hier sogar erheblich mehr als eigentlich vertraglich vereinbart. Überstunden sind freilich kein Garant für eine gute Bezahlung – es kommt auf die Branche an: LKW-Fahrer und Landwirte sind bei der Wochenarbeitszeit in etwa auf dem Niveau der Geschäftsführer und Vorstände, verdienen mit im Schnitt 2044 Euro, beziehungsweise 2245 Euro allerdings erheblich weniger. Auch ungelernte Kräfte sind in den besonders gut bezahlten Berufen wenn überhaupt nur in Ausnahmefällen tätig. In den meisten Fällen ist ein langes und bisweilen ziemlich teures Studium (gerade bei Medizinern und Anwälten) Einstellungsvoraussetzung oder aber eine sehr gute Ausbildung wie etwa in der IT-Branche. Beides vergrößert auch die Chancen in eine bessere Position aufzusteigen, die wiederum mehr Gehalt verspricht. Schlechter qualifizierten Aushilfskräften fällt das naturgemäß erheblich schwerer.

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