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Karrierehelfer Social Media : Zehn Tipps für LinkedIn & Co.

Social-Media-Queen auf ihrem Thron Bild: Illustration Malte Knaack

Wer im Beruf weiterkommen will, sollte sein Profil in auf den Karriereplattformen im Netz schärfen. Wie man Routinen entwickelt und bei anderen Nutzern einen positiven Eindruck hinterlässt.

          7 Min.

          1. Probieren Sie es einfach aus

          Berufstätige aufgepasst: Laut einer globalen Medienstudie aus diesem Jahr nutzen 40 Prozent aller Menschen soziale Netzwerke für berufliche Zwecke. Sie haben trotzdem das Gefühl, das alles sei nichts für Sie? Vielleicht kann das ja noch werden! „Netzwerke waren schon immer wichtig. Heute kann man zwischen offline und online nicht unterscheiden“, sagt Christina Richter. Die Personal-Brand-Strategin, die Unternehmer und Angestellte beim Aufbau einer eigenen Marke in den sozialen Medien unterstützt, warnt jedenfalls davor, den eigenen Online-Auftritt zu unterschätzen. Man werde ohnehin gegoogelt. „Da ist es besser, die Zügel in der Hand zu halten.“ Richter beschreibt Karriereplattformen wie LinkedIn als eine Art digitale Fachkonferenz, auf der man Vorträge und Diskussionen besucht und sein Netzwerk pflegt. Auf Live-Veranstaltungen bringe man seine Visitenkarte für eine überschaubare Gruppe an potentiellen Kontakten mit, das Profil auf LinkedIn oder Xing erweitere diesen Kreis über zeitliche und räumliche Grenzen hinaus. „Die Ziele, die ich auf Konferenzen oder Messen verfolge, lassen sich auf die digitale Plattform projizieren“, sagt Richter. Auch zurückhaltenden Menschen könnte ein Profil auf einer Karriereplattform guttun. Selbständige könnten neue Kunden für sich gewinnen, Arbeitnehmer die Führungsebene auf sich aufmerksam machen oder sich mit Mitarbeitern anderer Unternehmen inhaltlich austauschen, Wechselwillige für neue Arbeitgeber sichtbar werden. Auch Headhunter lieben LinkedIn. Gerade am Anfang der Karriere sei die Sichtbarkeit nicht zu unterschätzen, sagt Richter.

          2. Finden Sie heraus, wer Sie sind

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Wie wichtig sind der Ruf, das Alleinstellungsmerkmal, der Wiedererkennungswert – kurz: die eigene Marke? Essenziell, antwortet jeder Selbständige schnell. Amazon-Gründer Jeff Bezos formuliert es so: „Deine Marke ist das, was Menschen über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist.“ So ziemlich jeder, der sich mit dem digitalen „Personal Branding“ befasst, zitiert diesen Satz. Damit Menschen Ihnen folgen und auch mit Ihnen ins Gespräch kommen, müssen die wesentlichen Fragen für jeden klar sichtbar sein: Wer sind Sie? Wofür stehen Sie? Welches Ziel verfolgen Sie mit Ihrem Social-Media-Auftritt? Diesen eigenen „Markenkern“ zu definieren sei der erste Schritt. Im nächsten Schritt müssen Sie überlegen, wen Sie überhaupt ansprechen möchten – und womit. „Das kann ein berufliches Thema sein, zum Beispiel eine besondere Expertise in einem bestimmten Fachbereich. Es kann auch eine gesellschaftliche Agenda sein. Oder auch ein Ehrenamt, das einem besonders am Herzen liegt“, sagt Christina Richter.

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