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Europäische und amerikanische Börsen : Bernanke und Konjunktursorgen belasten die Kurse

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Die europäischen Börsen haben am Dienstag nach der Kursrally vom Vortag leicht nachgegeben. Belastend wirkten sich auf den Großteil der Aktien die Worte des amerikanischen Notenbankvorsitzenden Ben Bernanke aus.

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          Die europäischen Börsen haben am Dienstag nach der Kursrally vom Vortag leicht nachgegeben. Belastend wirkten sich auf den Großteil der Aktien die Worte des amerikanischen Notenbankvorsitzenden Ben Bernanke aus. Bernanke hatte am Montag Abend gesagt, dass es noch "erhebliche" Herausforderungen gebe, um die amerikanische Wirtschaft wieder zu beleben.

          Nachdem er am Montag den höchsten Stand seit Oktober 2008 erreicht hatte, gab der breite europäische Aktienindex Stoxx 600 am Dienstag leicht um 0,4 Prozent auf 250 Punkte nach. Auch der Euro Stoxx 50, wichtigster Aktienindex im Euro-Raum, verlor bis Handelsschluss 0,4 Prozent auf 2907 Punkte. Die beiden französischen Banken Crédit Agricole und Société Générale gehörten zu den größten Tagesverlierern.

          An der Börse Frankfurt fiel der Dax um 0,45 Prozent auf 5778 Punkte. Zu den größten Verlierern gehörte die Aktie von Merck KGaA. Morgan Stanley hatte den Anlegern geraten, ihre Positionen an dem Pharmahersteller zu reduzieren. Am stärksten verlor der Aktienkurs der Deutschen Lufthansa. Die Fluggesellschaft plant offenbar nicht, den skandinavischen Partner SAS zu kaufen. Den höchsten Kurs seit einem Jahr erreichte in der zweiten Reihe die Aktie des Arzneimittelherstellers Stada. Die DZ Bank hat das Urteil von "halten" auf "kaufen" angehoben.

          In London gab der FTSE-100-Index um 0,7 Prozent auf 5346 Punkte nach. Auf der Verliererseite standen Bergbauwerte, die am Vortag stark zugelegt hatten. Hingegen legte die Aktie von Cable & Wireless zu. Großbritanniens größter Festnetzanbieter kündigte an, seine Tochtergesellschaften Worldwide und CWI bis Ende März zu trennen und separat an die Börse zu führen. Der Schweizer SMI-Index in Zürich verlor 0,7 Prozent auf 6376 Punkte. Gegen den Trend zog der Kurs von Nestlé an. Berkshire Hathaway, die Holdinggesellschaft von Investorlegende Warren Buffett, ist mit 3,4 Millionen amerikanischen Aktienzertifikaten in den Lebensmittelkonzern eingestiegen.

          Belastet von Konjunktursorgen sind die Börsen in New York am Dienstag mit leichten Kursverlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones stieg dann aber bis Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 10 437 Punkte. Der S&P 500 gewann 0,1 Prozent auf 1110 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index stieg um 0,3 Prozent und schloss bei 2204 Punkten. Die Industrieproduktion stieg zwar im Oktober den vierten Monat in Folge. Der Zuwachs war mit 0,1 Prozent aber nur gering. Am Montag hatte der Dow-Jones-Index 1,3 Prozent höher mit 10 406 Punkten geschlossen. Der S & P-500 stieg um 1,5 Prozent auf 1109 Punkte. Der Nasdaq-Composite gewann 1,4 Prozent auf 2197 Punkte.

          An der New York Stock Exchange wechselten am Dienstag 972 Millionen Aktien den Besitzer. 1347 Werte legten zu, 1653 gaben nach und 135 blieben unverändert. 208 Titel hatten neue Hochs, sechs neue Tiefs. ham./Bloomberg/Reuters

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