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Fintech : Berliner Fintech-Unternehmen Number26 erhält Bankenlizenz

  • Aktualisiert am

Die prominentesten Smartphone Apps für Banken, Versicherungen und Kreditmarktplätze - darunter Number26 Bild: Wolfgang Eilmes

Noch vor Wochen machte das Finanztechnologie-Unternehmen negative Schlagzeilen. Jetzt absolviert es den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem vollwertigen Finanzdienstleister.

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          Das Berliner Banken-Startup Number26 hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem vollwertigen Finanzdienstleister genommen. Die Finanzaufsicht BaFin habe eine Vollbanklizenz erteilt, sagte Number26-Gründer Valentin Stalf am Donnerstag in Berlin. Mit der eigenen Lizenz ist Number26, dessen Hauptprodukt bisher ein Online-Girokonto ist, nicht mehr auf die Infrastruktur der bayerischen Wirecard Bank angewiesen, mit der das Unternehmen bisher zusammenarbeitete.

          In den nächsten zwölf Monaten will Number26 nun die Produktpalette für die bisher rund 200.000 Kunden in acht Ländern unter anderem um Online-Kredite erweitern. Dabei setzt die Firma auf Kooperationen mit anderen Fintechs (Finanztechnologie-Startups).

          Bisher verfügen nur wenige Fintechs über eine Vollbanklizenz. Number26 gehört zu den bekanntesten Vertretern der jungen und rasant wachsenden Branche in Deutschland. Erst im vergangenen Monat hatte sich der reichste Mann Asiens, Li Ka-Shing, im Rahmen einer 40 Millionen Dollar schweren Finanzierungsrunde an Number26 beteiligt. Daneben gehören die Vorstandsmitglieder des Online-Modehändlers Zalando, PayPal -Mitgründer Peter Thiel und Axel Springers Startup-Schmiede Plug and Play zu den Investoren. Zeitgleich mit Erhalt der Banklizenz benennen sich die Berliner nun in N26 um.

          Bekannt wurde das Unternehmen vor gut zwei Monaten, als es fast 500 Kunden ihre Konten ohne Vorwarnung kündigte, ohne ihnen einen Grund zu nennen. In einer späteren Stellungnahme hieß es dann, man habe vor allem solchen Kunden gekündigt, die mehr als 15 Mal im Monat Geld abgehoben hätten. Diese wiesen damit ein „ungewöhnliches Nutzerverhalten“ auf, das sie für das Fintech unattraktiv macht. Darüber hinaus nannte Number 26 als Kündigungsgrund „Missbrauch des Angebots“. Darunter versteht das Fintech nicht nur Geldwäsche, sondern auch das Verhalten von Kunden, die beim Einzelhändler nur Geld einzahlen, um dafür Bonuspunkte zu kassieren.

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