https://www.faz.net/-gqe-72lh5

Berlin : Hauptstadtflughafen öffnet wohl nicht vor Herbst 2013

  • Aktualisiert am

Tristesse in Berlin: Der neue Hauptstadtflughafen soll erst im Herbst 2013 in Betrieb genommen werden Bild: dpa

Für den neuen Hauptstadtflughafen zeichnet sich das nächste Debakel ab. Die Eröffnung wird wohl ein weiteres Mal verschoben. Bereits am Freitag soll der Aufsichtsrat einen neuen Termin im Oktober 2013 beschließen.

          1 Min.

          Die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld wird voraussichtlich nochmals um rund ein halbes Jahr verschoben. Als Termin für die Inbetriebnahme ist nach dpa-Informationen nun der Herbst 2013 vorgesehen. Ein entsprechender Beschluss soll auf einer vorgezogenen Aufsichtsratssitzung des Flughafens an diesem Freitag gefasst werden. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstag) soll der Airport nun zum neuen Herbstflugplan am 27. Oktober 2013 eröffnen.

          Lageplan des neuen Flughafens
          Lageplan des neuen Flughafens : Bild: dpa

          Die „Berliner Morgenpost“ (Dienstag) berichtete unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, die Eröffnung werde voraussichtlich auf den 20. oder 27. Oktober kommenden Jahres verschoben. Auch der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) nannte den Oktober 2013 als neuen Termin. Flughafensprecher Ralf Kunkel bestätigte in der Nacht lediglich, dass die Aufsichtsratssitzung vom bisher geplanten 14. September auf diesen Freitag vorgezogen werde. Zum neuerlichen Verschiebung wollte er keinen Kommentar abgeben.

          Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), der dem Aufsichtsrat angehört, bestätigte im „Tagesspiegel“ die abermalige Verschiebung des Eröffnungstermins. Zu einem genauen Datum äußerte auch er sich nicht. Dieses Thema werde in der Aufsichtsratssitzung beraten.

          Die Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens war bereits dreimal verschoben worden, zuletzt vom 3. Juni 2012 auf den 17. März 2013. Grund dafür war nach offiziellen Angaben die noch nicht funktionstüchtige Brandschutzanlage. Allerdings gab es auch Zweifel, ob andere Teile der Gebäudetechnik betriebsbereit waren, etwa die Gepäckbeförderung.

          Wegen der Verzögerungen hatte der Flughafen zuletzt mit Mehrkosten von gut 1,1 Milliarden Euro gerechnet. Auf der kommenden Aufsichtsratssitzung soll auch über ein neues Finanzierungskonzept beraten werden. Gesellschafter des Flughafens sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund.

          Bilderstrecke
          Milliardenprojekte : Die größten Steuerlöcher

          Im August hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die drohende Zahlungsunfähigkeit des Flughafens mit einer Finanzspritze abzuwenden. Der neue Technikchef des Flughafens, Horst Amann, hat in den vergangenen Wochen versucht, sich ein genaues Bild von der Lage am halbfertigen Flughafengebäude zu machen.

          Vor allem auf Amanns Einschätzung dürfte sich der Aufsichtsrat bei seinen Entscheidungen am Freitag stützen. Zuletzt war über Überlegungen berichtet worden, dass der Flughafen in zwei Etappen im März und im Oktober 2013 eröffnet werden könnte. Nunmehr soll er auf einen Schlag in Betrieb gehen, die Flughäfen Tegel und Alt-Schönefeld würden deshalb am 26. Oktober geschlossen.

          Eigentlich sollten schon längst Flugzeuge und keine Baustellenfahrzeuge das Bild des Flughafens prägen
          Eigentlich sollten schon längst Flugzeuge und keine Baustellenfahrzeuge das Bild des Flughafens prägen : Bild: dpa

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gehen am Abend kurz vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch die Innenstadt von Hannover.

          Einheitliche Corona-Regeln : Wann kommt die bundesweite Notbremse?

          Das Kabinett hat die bundesweite Notbremse beschlossen. Bis das Gesetz durch das Parlament kommt, dauert es aber noch. Denn die Opposition will nicht, dass die Beratungsfrist verkürzt wird.
          In der nächsten Saison nicht mehr in Frankfurt: Trainer Adi Hütter

          Hütter verlässt die Eintracht : Schlag ins Gesicht

          Dass Spieler gehen, wenn es läuft, ist im Fußball akzeptierte Wirklichkeit. Das vorzeitige Bye-bye von Sportvorständen und Trainern aber nicht. Vor allem, wenn darin kein sportlicher Aufstieg erkennbar ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.