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Prognose der Regierung : Weniger Wachstum in diesem Jahr?

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Dunke Aussichten? Die Regierung senkt Berichten zufolge ihre Konjunkturprognose. Bild: dpa

Es geht weiter aufwärts, aber langsamer als gedacht: Die Bundesregierung hat offenbar ihre Wachstumserwartungen für dieses Jahr gesenkt. Es könnte ungemütlicher werden.

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          Die Bundesregierung senkt zwei Medienberichten zufolge ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr leicht. Das Bruttoinlandsprodukt steige voraussichtlich um 2,3 Prozent, wie die „Rheinische Post“ und die Nachrichtenagentur Reuters berichteten. Im Januar war die Regierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht noch von 2,4 Prozent ausgegangen. Das wäre aber immer noch das kräftigste Wachstum seit sieben Jahren.

           Der Arbeitsmarkt bleibt demnach ein wichtiger Treiber des deutschen Aufschwungs: Die Zahl der Erwerbstätigen soll in diesem Jahr um fast 600.000 steigen. Trotz Fachkräftemangels in einigen Branchen und Regionen sei aktuell noch kein Ende des Aufschwungs absehbar. Zudem sollen die Exporte etwas kräftiger wachsen als 2017.

          Die Regierung ist mit ihrer Prognose für 2018 einen Tick optimistischer als die führenden Forschungsinstitute. Diese hatten vorige Woche in ihrem Frühjahrsgutachten – das der Bundesregierung als Richtschnur dient – 2,2 Prozent vorhergesagt. Risiken für ihre Prognose sieht die Regierung in einem weiteren Aufflammen von Handelshemmnissen, in einer Konjunkturabkühlung in wichtigen Ländern wie China sowie durch geopolitische Ereignisse oder mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Der Bund der deutschen Industrie (BDI) hatte schon vor einigen Tagen davor gewarnt, dass er bei der Konjunktur kaum noch Luft nach oben sehe.

          Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Frühjahrsprojektionen der Bundesregierung am Mittwoch offiziell vorstellen. Sie dienen den Steuerschätzern als Vorlage für ihre Hochrechnungen. Diese wiederum geben den Orientierungsrahmen für die Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen vor.

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