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Erster Meiler : Streit um ein Atomkraftwerk in Belarus

Ein Familie in einem Pferde-Karren vor dem AKW in Belarus Bild: dpa

Minsk steckt in der größten politischen Krise seit der Unabhängigkeit. Ausgerechnet jetzt will das Land das erste Kernkraftwerk in Betrieb nehmen. Ein Nachbarland sieht eine Gefahr für die nationale Sicherheit.

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          Im Trubel um die heftigen Proteste gegen das unglaubwürdige offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl in Belarus ist eine Nachricht beinahe untergegangen: Am Freitag ist das Land der Inbetriebnahme seines ersten Atomkraftwerks ein Stück näher gekommen. Da begann die Brennstoffverladung in den ersten Block des Kernkraftwerks von Astrawez, einem Städtchen im Nordwesten des kleinen Landes, nur 20 Kilometer von der Grenze zum EU-Mitglied Litauen entfernt.

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          In Belarus, auf das nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986 rund 70 Prozent des radioaktiven Niederschlags herabregnete, ist das neue Kernkraftwerk kein großes Thema. Es gibt viele andere Probleme, welche die Menschen nach 26 Jahren autoritärer Herrschaft durch Präsident Aleksandr Lukaschenka frustrieren.

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