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Konzern kündigt an : Bei Kaufhof fallen 2600 Arbeitsplätze weg

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Das Logo mit dem Schriftzug der „Galeria Kaufhof“ an einem Schaufenster in Leipzig. Bild: dpa

Bei der Warenhauskette Kaufhof sollen im Zuge der Fusion mit Karstadt rund 2600 Stellen abgebaut werden. Das kündigte Karstadt am Freitag in Essen an.

          Die Warenhauskette Galeria Kaufhof will 2600 Arbeitsplätze abbauen. „In seinem derzeitigen Zustand ist Galeria Kaufhof langfristig nicht überlebensfähig“, sagte der Chef des nach der Fusion mit Karstadt gegründeten Gemeinschaftsunternehmens, Stephan Fanderl, am Freitag einer Mitteilung des Unternehmens zufolge. Zudem soll die gemeinsame Zentrale in der ehemaligen Karstadt-Zentrale in Essen sein.

          Die wirtschaftliche Gesundung von Karstadt Warenhaus zeigt aber, dass perspektivisch das Warenhausgeschäft in Deutschland insgesamt wieder erfolgreich und profitabel betrieben werden kann“, sagte Fanderl weiter. Dessen Strategie könne jedoch nur auf Kaufhof ausgerollt werden, wenn das Unternehmen wieder auf einer stabilen Grundlage stehe. Es gebe einen kurzfristigen Finanzbedarf in dreistelliger Millionenhöhe.

          Die Geschäftsführung des neuen Gemeinschaftsunternehmens habe ein umfassendes Sanierungskonzept für Kaufhof erarbeitet, hieß es in der Mitteilung weiter. An diesem Freitag seien erstmalig der Gesamtbetriebsrat sowie im Anschluss die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die geplanten Maßnahmen informiert worden.

          Bei Galeria Kaufhof sind dem Konzern zufolge zuletzt sowohl das Weihnachtsgeschäft (Minus von fast 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr), wie auch die Verkäufe im Internet (1 Prozent unter Vorjahr) schlecht gelaufen. Deshalb habe das Unternehmen schon vor der Fusion durch eine Finanzspritze seines Mutterunternehmens Signa „in signifikanter Millionenhöhe“ stabilisiert werden müssen.

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