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Behinderungen für Reisende : Lufthansa-Flugbegleiter streiken am Freitag

  • Aktualisiert am

Der Lufthansa steht ein Streik ihres Kabinenpersonals ins Haus Bild: dpa

Bei der Lufthansa streiken am Freitag die Flugbegleiter. Orte und Zeiten würden noch bekanntgegeben, erklärte die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO. Mit einem Vorlauf von sechs Stunden will UFO Reisende informieren.

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          Flugreisende, die mit Lufthansa reisen, müssen sich am Freitag auf Störungen einstellen. Die Flugbegleiter der Luftfahrgesellschaft treten dann definitiv in den Ausstand. Wo und wann genau gestreikt wird, teilte die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO bislang bislang noch nicht mit. Die Stewardessen und Stewards würden mit einer Vorlaufzeit von sechs Stunden über den Beginn und die Orte der Arbeitsniederlegung informiert, heißt es. Die Ufo schreibt auf ihrer Internetseite dazu: „Jetzt möchten wir nur verkünden, dass der Eine oder Andere überrascht sein wird, da der Streik an dem Ort stattfinden wird, wo auch die Verantwortung für das derzeitige Lufthansa-Desaster begann.“ Erläuterungen dazu gibt es bisher nicht.

          Lufthansa, andere Airlines und die Flughäfen haben sich auf Streiks der Stewards und Stewardessen vorbereitet, nachdem bereits die erste unbestimmte Ankündigung zu Stornierungen und Umbuchungen geführt hat. Europas größte Fluggesellschaft will alle technischen Möglichkeiten nutzen, ihre Kunden über Flugausfälle zu informieren. Fluggäste können sich jederzeit auf der Internetseite der Lufthansa über den Status ihres Flugs informieren. Außerdem bietet die Fluggesellschaft ihren Gästen die Möglichkeit, sich per E-Mail oder SMS informieren zu lassen.

          Kostenlose Umbuchungen sind im Streikfall möglich

          Auch im Streikfall werde eine ganze Reihe von Flügen stattfinden, betonte ein Sprecher. So würden die Töchter Cityline, Eurowings und Germanwings nicht bestreikt und ein Teil der Lufthansaflüge werde auch sicher stattfinden. Kostenlose Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften oder die Bahn seien im Streikfall möglich.

          Der Tarifstreit dauert bereits gut ein Jahr. Die Gewerkschaft kämpft für höhere Löhne und fordert 5 Prozent mehr Lohn. Sie ist außerdem dagegen, dass Stellen ausgelagert werden. Nach Ansicht des Managements hingegen sind Einschnitte nötig, da Billigfluggesellschaften der Lufthansa in Europa das Leben schwer machten und ihr auf den Fernstrecken Rivalen aus dem Nahen Osten Passagiere streitig machen würden. Die Airline legte deshalb ein Milliarden-Sparprogramm auf und verlangt nun, dass auch die Bord-Servicekräfte einen Beitrag leisten. Sie bietet 3,5 Prozent.

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