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„Die Gleichung geht nicht auf“ : BDI-Präsident fordert Debatte um späteren Renteneintritt

  • Aktualisiert am

Siegfried Russwurm, Präsident des BDI Bild: dpa

Keine höheren Sozialversicherungsbeiträge und ein Rentenniveau von mindestens 48 Prozent – das ginge nicht ohne einen späteren Renteneintritt, sagt Siegfried Russwurm. Die Politik müsse sich der Realität stellen.

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          Der Präsident des Industrieverbands BDI, Siegfried Russwurm, fordert eine Debatte über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. „Die Politik will keine längere Lebensarbeitszeit, will keine Sozialversicherungsbeiträge über 40 Prozent, will das Rentenniveau auf mindestens 48 Prozent halten – die Gleichung geht nicht auf“, sagte Russwurm den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          „Auch eine verlängerte Arbeitszeit sollte nicht weiterhin von der Politik ausgeschlossen werden“, sagte der BDI-Präsident. Notwendig seien zukunftsweisende Reformen.

          „Es gibt Hebel für das Problem“

          Deutschland müsse Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen, forderte Russwurm weiter. „Wir müssen unseren Standort zukunftsfest machen und besser werden.“

          Alle Unternehmen stünden vor einer enormen demografischen Herausforderung. „Es gibt Hebel für das Problem“, sagte Russwurm und nannte ausdrücklich die Lebensarbeitszeit sowie die Einwanderung von Experten.

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