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F.A.Z.-Interview : BDI distanziert sich von der AfD

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Ulrich Grillo Bild: Edgar Schoepal

Von den Positionen der AfD hält BDI-Präsident Grillo nichts. Das einzig Positive an deren Erfolgen sei der davon ausgehende Weckruf an die etablierten Parteien.

          Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält die AfD nicht für wählbar: „Das einzig Positive an den Erfolgen der AfD ist der davon ausgehende Weckruf an die etablierten Parteien“, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo im Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die großen Parteien müssten aufpassen, dass ihnen nicht noch mehr Wähler wegliefen. „Sonst kann ich keinen Gefallen an der AfD finden, die gegen den Euro, gegen Freihandel und gegen Globalisierung ist“, sagte Grillo.

          Der BDI-Präsident lobte in dem Gespräch die Pläne der Koalition für ein Integrationsgesetz. Darin kämen viele Punkte vor, die die Wirtschaft schon lange verlange. Das beste Mittel für Integration sei indes eine starke Wirtschaft, „die investiert und neue Stellen schafft“. Bei Milliarden-Überschüssen seien Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur ebenso möglich wie die Integration der Flüchtlinge.

          „Wir verzeichnen Rekordsteuereinnahmen, deshalb haben wir Geld für beides – und wir müssen auch beides machen: investieren und integrieren“, sagte Grillo der F.A.Z.

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