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Pläne des Arbeitsministers : Wie Heils Friseurin 250 Euro Rente verliert

Heils fiktive Frisörin bekommt nach seinen Berechnungen sogar weniger Rente. Bild: Picture-Alliance

Die Arbeitgeber werfen dem Sozialminister „irreführende Zahlen“ zur Grundrente vor. Damit dramatisiere er die Lage – und stelle seine fiktive Friseurin sogar schlechter.

          3 Min.

          Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) will mit seiner neuen Grundrente dafür sorgen, dass Geringverdiener trotz geringer Beitragszahlungen mehr Geld im Alter haben – was in Umfragen viel Zustimmung erfährt. Allerdings entstehen nun Zweifel an einer vielzitierten Beispielrechnung seines Ministeriums, die diese Pläne eigentlich verdeutlichen soll. Denn der dafür verwendete Fall einer fiktiven Friseurin beruht offenbar auf schiefen Annahmen. Diesen Vorwurf erhebt zumindest die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Das Bundesarbeitsministerium arbeitet mit irreführenden Zahlen und dramatisiert damit die Höhe von Geringverdiener-Renten unnötig“, fasst die Arbeitgebervereinigung ihr Ergebnis in einer Stellungnahme zusammen, die der F.A.Z. vorliegt. Zum einen unterstelle das Ministerium, dass die Friseurin 40 Jahre vollzeitbeschäftigt gewesen sei – was aber nicht zu Heils Zahlen passe. Zum anderen unterstelle es als beitragspflichtiges Entgelt nur den gesetzlichen Mindestlohn, obwohl für die meisten Friseure ein höherer Branchenmindestlohn gelte.

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