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Glyphosat-Verfahren : Bayer will in Mediation eintreten

  • Aktualisiert am

Auch in Europa wird Glyphosat eingesetzt. Bild: AFP

Der Leverkusener Konzern sieht sich in Amerika mit mehr als 10.000 Klagen konfrontiert. In zwei Fällen wurde Bayer schon verurteilt und hat Berufung eingelegt. In einem Prozess könnte es nun eine andere Lösung geben.

          Bayer will dem Beschluss eines amerikanischen Gerichts nachkommen und in einem der Glyphosat-Verfahren in eine Mediation eintreten. Der Konzern werde der Vorgabe Folge leisten, teilte Bayer am Freitag mit. „Dieser Verfahrenskomplex befindet sich jedoch noch in einer frühen Phase – es gibt lediglich zwei Jury-Urteile, in keinem Fall wurde bislang die Berufung durchlaufen.“ Der Konzern werde sich weiterhin darauf konzentrieren, die „glyphosatbasierten Herbizide und deren Sicherheit vor Gericht zu verteidigen“.

          In den Vereinigten Staaten sieht sich der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern mit mehr als 11.200 Klägern wegen des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Roundup von Monsanto konfrontiert, das auf dem angeblich krebserregenden Glyphosat basiert. In zwei Fällen wurde das Unternehmen bereits zu millionenschweren Schadenersatzzahlungen verurteilt. Bayer hat dagegen Berufung eingelegt, viele Fachleute gehen aber schon von einem teuren Vergleich aus.

          Auch in Frankreich verliert Bayer vor Gericht

          Ein Richter hatte Bayer am Donnerstag zu einer Mediation im Fall einer Klägerin aufgefordert. Die Parteien sollten einen Mittler vorschlagen. Gelinge dies nicht, werde das Gericht einen Mediator ernennen. Erst am Donnerstag entschied ein Berufungsgericht in Frankreich, dass der Unkrautvernichter „Lasso“ von Monsanto die Ursache von gesundheitlichen Problemen eines Landwirts ist Dieser hatte das Produkt versehentlich eingeatmet. Der Kläger leidet an Problemen mit dem Nervensystem leidet und beschuldigt Bayer, nicht adäquat vor den Gefahren gewarnt zu haben. Der Fall stammt aus dem Jahr 2004. Eine Entschädigung wurde nicht festgelegt, das Berufungsgericht verwies an ein anderes Gericht in Lyon. Bayer kündigt an, das Urteil zu prüfen.

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