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Bauwirtschaft jubelt : „2018 hat unsere Erwartungen weit übertroffen“

  • Aktualisiert am

Die deutsche Bauwirtschaft jubelt über 2018. Bild: dpa

Die Baubranche boomt. Der Umsatz ist 2018 um mehr als 11 Prozent gestiegen. 18.000 neue Jobs sollen geschaffen werden. Auch die Exporteure sind wieder besser unterwegs.

          Die Bauindustrie ist mit Blick auf das laufende Jahr „ausgesprochen optimistisch“: Nach einer Umsatzsteigerung von mehr als elf Prozent im vergangenen Jahr rechnet die Branche 2019 mit einem weiteren Wachstum um sechs Prozent, teilte der Hauptverband der deutschen Bauindustrie am Montag in Berlin mit. Der Verband erwartet daher auch einen weiteren Personalaufbau von 18.000 auf dann 855.000 Beschäftigte.

          Der Umsatz 2018 stieg dem Verband zufolge um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 127 Milliarden Euro. Das nominale Plus von sechs Prozent in diesem Jahr bedeutet einen preisbereinigten Zuwachs von einem Prozent. „2018 hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, erklärte Hauptgeschäftsführer Dieter Babiel.

          2018 stockte die Bauwirtschaft demnach ihren Personalbestand bereits um 25.000 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt auf. Damit habe die Branche seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mehr als 130.000 neue Stellen geschaffen, sagte Babiel.

          Exporteure zuversichtlicher

          Die Bauwirtschaft dürfte die Konjunktur demnach weiter stützen und es gibt auch Anzeichen dafür, dass das Exportgeschäft trotz mancher Dämpfer in jüngster Zeit im Ganzen doch stabil bleibt. Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich im Februar jedenfalls ungeachtet der Handelskonflikte und der schwächeren Weltkonjunktur etwas aufgehellt. Der Ifo-Indikator für die Exporte kletterte um 1,2 auf 7,2 Punkte, teilten Konjunkturforscher des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts am Montag in einer Umfrage unter 2300 Industrieunternehmen mit.

          Zuvor war der Index vier Monate in Folge gesunken. „Die deutsche Industrie behauptet sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. In den einzelnen Branchen ist die Stimmungslage allerdings unterschiedlich. „Die Zolldrohungen der US-Regierung haben im Moment keine negativen Auswirkungen auf die Exporterwartungen der Automobilindustrie“, sagte Fuest. „Es zeigt sich jedoch eine deutliche Zurückhaltung bei der Einschätzung der Lage. Im Moment wird weder ein Anstieg noch ein Fallen der Exporte erwartet.“

          Maschinenbau rechnet mit Stagnation

          Deutliche Zuwächse im Auslandsgeschäft kann die Nahrungs- und Genussmittelindustrie erwarten. „Dagegen hat sich die Dynamik im Maschinenbau in den letzten Monaten deutlich abgeflacht“, sagte der Ifo-Chef. „Es werden kaum noch zusätzliche Aufträge aus dem Ausland erwartet.“

          Der amerikanische Präsident Donald Trump droht mit Strafzöllen auf Autos aus der EU, was vor allem die deutschen Hersteller treffen würde. Fahrzeuge sind seit 2010 der größte deutsche Exportschlager. Wichtigster Abnehmer sind die Vereinigten Staaten: 2018 summierten sich die Ausfuhren auf 27,2 Milliarden Euro.

          Wegen des Handelskonflikts, der langsamer wachsenden Weltwirtschaft und Risiken wie dem Brexit kühlte sich das Ifo-Geschäftsklima zuletzt sechs Monate in Folge ab und ist nunmehr so schlecht wie seit Dezember 2014 nicht mehr.

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