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„So riecht das Frühjahr“ : Hornbach erntet Rassismusvorwürfe für Werbespot

Ein Screenshot aus dem Spot Bild: Screenshot Youtube

Die Baumarktkette spielt mit asiatischen Klischees und tritt einen Sturm wütender Kommentare los. Auch die Aussöhnung läuft nicht gerade optimal.

          2 Min.

          Es ist ein kleiner Friedensgipfel geworden dafür, dass die Aufregung so groß ist. Die Baumarktkette Hornbach hatte eingeladen zu einem Treffen in der Unternehmenszentrale im südpfälzischen Bornheim, um über einen Werbespot zu sprechen, der im Internet heftig kritisiert wurde. Schon die Einladung zum klärenden Gespräch wurde wegen des abgelegenen Ortes und des „Hinter-verschlossenen-Türen“-Charakters von einigen Nutzern des Nachrichtendienstes Twitter kritisiert. Drei Frauen, davon zwei mit südkoreanischen Wurzeln, sind der Einladung schließlich gefolgt und haben am Montag in der Unternehmenszentrale mit Hornbach-Mitarbeitern und einem Vertreter der Werbeagentur Heimat aus Berlin gesprochen.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          Der von der Agentur erdachte Spot „So riecht das Frühjahr“ hatte zuvor einen Sturm wütender Kommentare losgetreten. In dem Werbefilm wird gezeigt, wie eine Asiatin aus einem Automaten eine Tasche mit verschwitzter dreckige Wäsche zieht, daran riecht und entzückt die Augen verdreht. Die Wäsche ist getränkt mit durch Gartenarbeit verursachten Schweiß betagter, haariger, dicker und mutmaßlich deutscher Heimwerker.

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