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Bauernproteste : „Landwirte sind viel größere Umweltschützer als Fridays for Future“

Brandenburger Bauern bei einer Protestaktion in Berlin Bild: dpa

Unter den Bauern der Bundesrepublik regt sich Protest. Auch der 25 Jahre alte Landwirt Maximilian Kirsten ist wütend. Im Interview erzählt er, was ihn so aufregt – und warum nicht alle Bauern Bio produzieren.

          3 Min.

          Herr Kirsten, die Landwirte in Deutschland protestieren – zuletzt zu Zehntausenden in Berlin. Sie auch?

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Ich war am Dienstag zum zweiten Mal in Berlin auf einer Demonstration. Meine Mutter und ich sind mit anderen Bauern aus der Region und mit insgesamt etwa 150 Traktoren aus Herzberg in Südbrandenburg aufgebrochen.

          Warum haben Sie sich den Bauernprotesten angeschlossen?

          Weil vieles sehr falsch läuft gerade in der Agrarpolitik. Die Maßnahmen des Agrarpakets sind nicht praxisorientiert und gehen in vielen Fällen am Ziel vorbei, auch die verschärfte Düngeverordnung ist völlig daneben. Hier wird allen Landwirten mit der Käseglocke etwas übergezogen, selbst wenn 95 Prozent der Betriebe überhaupt keine Probleme verursachen. Die Düngeverordnung muss ausgesetzt und überarbeitet werden. Wir brauchen eine Verzehnfachung der Messstellen, um repräsentative Ergebnisse zu kriegen, und eine Untersuchung belasteter Proben auf den Verursacher.

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