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Zunehmende Knappheit : Panik am Holzmarkt

Im rheinland-pfälzischen Wissen wird Fichtenholz zum Transport nach China in Überseecontainer verladen. Bild: dpa

Auf Baustellen wird das Holz knapp. Sägewerke kommen nicht mehr nach, Amerikaner zahlen das Dreifache – und das „Käferholz“ wandert containerweise nach China. Klar ist nur eins: Bauen wird teurer.

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          „Douglasie ist ausverkauft“, sagt Matthias Zimmer, „bis Jahresende nicht mehr zu liefern.“ Auch für Kunden, die ihren Dachstuhl mit Fichte, Tanne oder Kiefer bauen lassen wollen, hat der Zimmermeister aus der Pfalz keine guten Nachrichten. Die Lieferzeiten für Bauholz hätten sich seit Jahresanfang auf bis zu 30 Wochen verlängert, sagt er. Die Preise seien in dieser Zeit um weitere 30 Prozent gestiegen. Seit einigen Wochen bekämen Zimmereien vom Großhandel Preise nur noch bei Bestellung fest zugesagt, nicht mehr bei Anfragen. Wohl oder übel müsse er die Angebote an seine Kunden deshalb ebenfalls unter einen Preisvorbehalt stellen. Was das Holz am Ende kostet, weiß keiner.

          Bernd Freytag
          (tag.), Wirtschaft

          Dass in einem waldreichen Land wie Deutschland das Bauholz knapp werden könnte, hatten nur wenige auf dem Zettel. Umso größer ist jetzt die Hektik. „Es gibt Panik am Markt, auf jeden Fall“, sagt Carmen Schneider vom Holzverarbeiter Bestwood aus Eberhardzell. Der schwäbische Mittelständler liefert nach Deutschland, Schweiz und Österreich alles, was man für den Holzbau braucht: Dachstühle, Holzdämmung, Platten und das von Architekten zurzeit sehr geschätzte Brettsperrholz. Ihr Unternehmen werde mit Aufträgen überrannt, sagt sie, Neukunden könne Bestwood nicht annehmen. „Wir sind noch lieferfähig, aber wir müssen kämpfen.“ Die Kunden seien schon sehr verängstigt.

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