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Zur Corona-Zeit : Baubranche steigert Umsätze

  • Aktualisiert am

Kräne stehen auf einer Baustelle für mehrstöckige Wohnhäuser in Hamburg. Bild: dpa

Auch in der Corona-Zeit herrscht auf Baustellen reger Betrieb. Im April sind die Erlöse im Bauhauptgewerbe gestiegen. Doch die Baupreise steigen weniger stark.

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          Die Bauindustrie in Deutschland hat in der Corona-Krise ihr Umsatzwachstum fortgesetzt. Im vom Stillstand der Wirtschaft voll getroffenen Monat April erhöhten sich die Erlöse im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche stieg nach vorläufigen Zahlen in dem Monat um 1,0 Prozent. „Wie schon im März zeigten sich somit auch im April 2020 noch keine erkennbaren Effekte der Corona-Pandemie auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe“, stellte die Wiesbadener Behörde am Freitag fest.

          In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich in diesem Zeitraum um 1,9 Prozent. Absolute Beschäftigtenzahlen nannte die Behörde nicht. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

          Niedriger Anstieg der Wohnungsbaupreise

          Der Wohnungsbau in Deutschland wird weiterhin teurer - doch die Preise steigen nicht mehr so stark wie in den drei zurückliegenden Jahren. Im Mai 2020 lagen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude um 3,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dies sei jedoch der niedrigste Anstieg der Baupreise gegenüber dem Vorjahreszeitraum seit Mai 2017 mit damals plus 2,9 Prozent.

          Im Februar 2020 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich noch bei 3,4 Prozent gelegen. Im Vergleich zu dieser letzten Erhebung im Februar erhöhten sich die Baupreise nun um 0,4 Prozent.

          Die Zahlen werden immer zum mittleren Monat eines Quartals erfasst. Dazu befragen die Statistischen Landesämter etwa 5000 Firmen - unter anderem Maurer, Dachdecker und Heizungsbauer - zu rund 180 einzelnen Bauleistungen. Ein Teil der Preissteigerungen erklärt sich durch die große Nachfrage nach Immobilien und Handwerkerleistungen.

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