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Bei dritter Gas-Notstandsstufe : BASF hofft auf ausreichend Erdgas

  • Aktualisiert am

Industrieanlagen der BASF in Ludwigshafen Bild: dpa

Der BASF-Chef Martin Brüdermüller geht im Falle einer Ausrufung der letzten Stufe des Notfallplans Gas derzeit davon aus, noch ausreichend Erdgas zu erhalten, um den Betrieb am größten Standort Ludwigshafen mit reduzierter Last aufrechtzuerhalten.

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          Der weltgrößte Chemiekonzerns BASF rechnet auch bei einer Ausrufung der letzten Gas-Notstandsstufe mit genügend Erdgas für Weiterbetrieb des Stammwerks in Ludwigshafen - zumindest im eingeschränkten Umfang. „Sollte die Bundesregierung die dritte und letzte Notstandsstufe ausrufen, gehen wir derzeit davon aus, dass BASF noch ausreichend Erdgas erhalten würde, um den Betrieb am Standort Ludwigshafen mit reduzierter Last aufrechtzuerhalten“, sagte Konzernchef Martin Brudermüller in einer Telefonkonferenz am Mittwoch anlässlich der Vorlage detaillierter Zahlen zum zweiten Quartal. Ende April hatte er schon gesagt, dass der Betrieb in Ludwigshafen notfalls heruntergefahren werden muss.

          Zuversichtlich sei BASF auch mit Blick auf Schwarzheide, den zweitgrößten BASF-Standort in Deutschland. Hier könnte das Unternehmen zum Beispiel 100 Prozent des Strom- und Dampfbedarfs mit Heizöl erzeugen.

          Für die BASF-Produktionsstandorte außerhalb Europas werde es im Falle einer europäischen Gasverknappung kaum Auswirkungen geben.

          BASF-Chef Martin Brudermüller
          BASF-Chef Martin Brudermüller : Bild: Frank Röth

          Der Erdgasbedarf der von BASF in Europa lag laut Brudermüller 2021 bei 48 Terawattstunden. Davon seien 37 Terawattstunden in Ludwigshafen verbraucht worden, sagte er. Rund 60 Prozent des Erdgasbedarfs in Europa nutze BASF zur Strom- und Dampferzeugung, die restlichen 40 Prozent würden als Rohstoffe verwendet. Am Ludwigshafener Verbundstandort verteile es sich auf jeweils rund 50 Prozent. Wenn die Erdgasversorgung nicht unter etwa die Hälfte des maximalen Bedarfs falle, könnte das Unternehmen den Verbund in Ludwigshafen mit reduzierter Last weiter betreiben

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