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Bankenverband IIF : Insolvenz Griechenlands würde eine Billion Euro kosten

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Zumindest bislang hat sich die Beteiligung Deutschlands an den Griechenland-Hilfen für die Steuerzahler rentiert. Bis Ende 2011 überwies die Regierung in Athen für deutsche Kredite 380 Millionen Euro Zinsen. Bild: dapd

Bis Donnerstagabend müssen die privaten Gläubiger Griechenlands erklären, ob sie dem geplanten Schuldenschnitt zustimmen. Sollten sich zu viele sperren und das zweite Hilfspaket für Athen nicht freigegeben werden, wird es dem Bankenverband IIF zufolge unfassbar teuer.

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          Ein vollständiger Zahlungsausfall Griechenlands würde nach Schätzungen des Internationalen Bankenverbandes IIF mehr als eine Billion Euro kosten. In einem vertraulichen Dokument vom 18. Februar warnt der von Deutsche-Bank-Chef JosefAckermann geführte Verband vor drastischen Folgen, sollte die Umschuldung der griechischen Staatsanleihen scheitern. Zwar sei es schwierig, Kosten für alle Beteiligten genauer zu beziffern, „aber es ist kaum absehbar, dass sie unter einer Billion Euro lägen“.

          Mindestens 60 Prozent der Gläubiger müssen zustimmen

          Vor rund zwei Wochen hatte sich die griechische Regierung nach monatelangen, harten Verhandlungen mit dem IIF darauf geeinigt, dass die privaten Gläubiger Griechenlands „freiwillig“ auf nominell 53,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten sollen. Damit sinkt die Schuldenlast Griechenlands um 107 Milliarden Euro. Für die restlichen Forderungen im Nennwert von 93 Milliarden Euro erhalten Banken und Versicherer kurzfristige Anleihen des Euro-Rettungsfonds EFSF über 30 Milliarden Euro und neue griechische Anleihen über 63 Milliarden Euro. Weil die neuen Anleihen aber auch noch schlechter verzinst werden als die bisherigen, verzichten die privaten Gläubiger faktisch auf etwa 74 Prozent ihrer ursprünglichen Forderungen.

          Sollten nicht mindestens 90 Prozent der Gläubiger dem Angebot zustimmen, will Griechenland die übrigen zwangsweise dazu verpflichten. Voraussetzung dafür ist nach derzeitigem Stand allerdings, dass mindestens 60 Prozent der privaten Gläubiger zu einem „freiwilligen“ Tausch bereit sind. Bis Donnerstagabend müssen die Privatgläubiger erklären, ob sie an dem Schuldenschnitt teilnehmen. Eine Fristverlängerung über den 8.
          März hinaus oder eine Nachbesserung des Angebots werde es nicht geben, bekräftigte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos.

          380 Millionen EUro Zinsen für den Bundeshaushalt

          Mit dem nun bekannt gewordenen Schreiben untermauert der IIF seinen Appell an die Anleihekäufer, das Angebot Athens zu akzeptieren. Irland und Portugal müssten in den nächsten fünf Jahren 380 Milliarden Euro aufnehmen, Italien und Spanien weitere 350 Milliarden, heißt es. Der IIF fürchtet nun offenbar, dass nach einem ungeordneten Zahlungsausfall Griechenlands kein privater Investor mehr bereit ist, diesen Krisenstaaten Geld zu leihen. Ihre Anleihen müssten dann wahrscheinlich von der EZB gekauft werden.

          Hinzu käme, dass Banken im Fall einer echten, umfassenden Insolvenz Griechenlands mit rund 160 Milliarden Euro frischem Kapital gestützt werden müssten. Auch der Europäischen Zentralbank (EZB) und den nationalen Notenbanken drohten dann beträchtliche Verluste: Sie seien mit insgesamt 177 Milliarden Euro in Griechenland engagiert.

          Zumindest bislang hat sich die Beteiligung Deutschlands an den Griechenland-Hilfen für die Steuerzahler rentiert. Bis Ende 2011 überwies die Regierung in Athen für deutsche Kredite 380 Millionen Euro Zinsen. Dies geht aus einer Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Im Rahmen des ersten Griechenland-Hilfspakets hat die Bundesrepublik dem Euro-Partner Darlehen von 15,17 Milliarden Euro gewährt.

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