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Bankenkrise : Oh weh, West LB

  • -Aktualisiert am

Der Wunschkandidat für eine Fusion, die Landesbank Hessen-Thüringen, ist abgesprungen. Nun muss die angeschlagene West LB allein ein tragfähiges Geschäftsmodell finden. Ein Stellenabbau erscheint unausweichlich.

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          Für die Landesregierung in Düsseldorf kommt es knüppeldick. Der Wunschpartner Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat der West LB einen Korb gegeben, bevor überhaupt mit offiziellen Fusionsverhandlungen begonnen wurde.

          Damit muss die angeschlagene West LB mitten in der Finanzkrise allein ein tragfähiges Geschäftsmodell finden. Dies hat die Bank in den vergangenen drei Jahren nicht geschafft, und es spricht nicht viel dafür, dass sie es künftig schaffen wird.

          Reif fürs Absurditätenkabinett

          Kein Wunder, dass niemand die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden übernehmen will. Die Vorgabe der Eigentümer, das Mittelstandsgeschäft auszubauen, werden die Sparkassen als Mehrheitseigentümer allen Lippenbekenntnissen zum Trotz weiterhin verhindern.

          Der Plan, dass die West LB die zunächst von allen Risiken befreite IKB zur „Stärkung“ des Finanzplatzes Düsseldorf kauft, ist reif fürs Absurditätenkabinett. Für die West LB bleibt allein die Konzentration auf das Geschäft mit den Sparkassen. Ein Stellenabbau über das geplante Ausmaß von 1500 Stellen erscheint unausweichlich. Zu wünschen wäre, dass ein privater Finanzinvestor mit seinem Managementwissen und seinem Kapital den Umbau begleitet.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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