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Banken : Peso-Abwertung ohne große Ausiwrkung auf deutsche Banken

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          Die deutschen Banken haben aus der Peso-Abwertung und der Krise in Argentinien im Gegensatz zu ihren Wettbewerbern in Spanien wenig zu befürchten. Die Aufregung bei den großen Instituten halte sich merklich in Grenzen, hieß es in Frankfurter Bankkreisen auch mit Blick auf die Situation beim Branchenprimus Deutsche Bank.

          Zur Höhe ihres Engagements in Argentinien wollte sich die Deutsche Bank indes nicht äußern. Auch die Commerzbank sieht für sich keine Auswirkungen der Peso-Abwertung. “Wir haben unser Engagement in Lateinamerika schon vor Jahren zurückgefahren, so dass wir dort faktisch nicht mehr engagiert sind“, sagte ein Sprecher.

          Auch Analysten zeigten sich wenig beunruhigt. Es seien keine massiven Auswirkungen auf die deutschen Institute zu erkennen, sagte Analyst Guido Hoymann (Bankhaus Metzler). Zur Begründung verwies er auf das vergleichsweise geringe Engagement der vier Großbanken in Argentinien bzw. Lateinamerika. Auch Dieter Hein (Credit Lyonnais) rechnet mit keinen nennenswerten Folgen. Argentinien sei seit langem als möglicher Krisenherd bekannt, worauf die deutschen Banken in der Vergangenheit ihre Engagements entsprechend reduziert hätten.

          Laut Hoymann ist die Dresdner Bank in Argentinien mit 300 Millionen Euro und die Hypovereinsbank mit 800 Millionen Euro engagiert. Das Engagement der Deutschen Bank beläuft sich Hoymann zufolge in gesamt Lateinamerika auf drei Milliarden Euro. Die Commerzbank sei nicht nennenswert in Argentinien engagiert. Zwar sei durchaus “der eine oder andere“ Kreditausfall zu erwarten, prognostizierte Hoymann. Auf Grund des geringen Gesamtengagements seien aber selbst bei einem Totalausfall keine Gewinn- und Kursauswirkungen auf die deutschen Banken zu erwarten, fügte Hoymann hinzu.

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