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Banken : Dresdner-Bank-Chef Fahrholz geht

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Bernd Fahrholz verlässt die Dresdner Bank Bild: dpa

Die Ablösung von Bernd Fahrholz an der Spitze der Dresdner Bank ist offenbar beschlossen. Nachfolger soll begründeten Spekulationen zufolge Herbert Walter von der Deutschen Bank werden.

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          Die Ablösung von Bernd Fahrholz an der Spitze der Dresdner Bank ist offenbar beschlossen. Nachfolger soll Herbert Walter von der Deutschen Bank werden. „Fahrholz wird dem Aufsichtsrat der Allianz am Mittwoch seinen Rücktritt bekannt geben", erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen. Sprecher von Allianz und Dresdner sowie der Deutschen Bank lehnten einen Kommentar zu dem spektakulären Führungswechsel ab.

          Anlaß für diese begründete Spekulation ist eine bedeutsame Personalveränderung in der Deutschen Bank. Sie hat am Dienstag in einer Mitarbeiterinformation das kurzfristige Ausscheiden von Walter angekündigt. Wohin er geht, wird nicht gesagt. Die Deutsche Bank war zu keiner weiteren Auskunft bereit. .“ Zu Walters Nachfolger als Chef des Privatkundengeschäfts habe der Vorstand mit sofortiger Wirkung Rainer Neske berufen, hieß es in dem von Bankchef Josef Ackermann und Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti unterzeichneten Schreiben weiter.

          Finanzkreise in Frankfurt und München versichern aber, daß Walter dem Dresdner-Bank-Vorstandsvorsitzenden Fahrholz nachfolgen wird. Die Dresdner Bank gehört seit 2001 zur Allianz. Ein Sprecher des Versicherungskonzerns sagte auf Anfrage: "Kein Kommentar". Heute tagt der Aufsichtsrat der Allianz, am Donnerstag findet die Bilanzpressekonferenz statt.

          Fahrholz gilt schon seit einiger Zeit für eine Ablösung reif. Allgemein war erwartet worden, daß der designierte Allianz-Chef Michael Diekmann nach seinem Amtsantritt am 29. April diese Personalfrage lösen würde - allerdings intern. Diekmanns Vorgänger Henning Schulte-Noelle hatte Fahrholz als Integrationsfigur bei der Zusammenführung von Allianz und Dresdner Bank behandelt. Allerdings ist die Bank mit ihren Milliardenverlusten zu einem Mühlstein für die Versicherung geworden und soll nun entschlossener in den Gesamtkonzern eingebaut werden. Hierzu gehört eine starke Konzentration auf Privat- und Firmenkunden.

          Walter scheint dafür als der richtige Mann angesehen zu werden. Der 49 Jahre alte Banker leitet in der Deutschen Bank die Sparte Privat- und Geschäftskunden. Nachfolger wird sein 38 Jahre alter bisheriger Stellvertreter Rainer Neske.

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