https://www.faz.net/-gqe-8xna6

Vereinigte Staaten : Neue Bankenregeln kommen später

  • Aktualisiert am

Die amerikanische Flagge weht über dem Wall-Street-Eingang der New Yorker Börse. Bild: AP

Im Wahlkampf hatte Donald Trump angekündigt, die Banken zu entfesseln. Er erhofft sich mehr Wirtschaftswachstum davon. Nun verzögert sich das Projekt – auch weil Personal fehlt.

          Die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump angekündigte Deregulierung der Geldhäuser kommt angeblich nur schleppend voran und wird sich verzögern. Eine von ihm im Februar angeordnete Überprüfung des sogenannten Dodd-Frank-Gesetzes, das infolge der Finanzkrise auf den Weg gebracht worden war, werde nicht wie geplant bis Anfang Juni abgeschlossen sein.

          Der Grund ist pikant: Es fehle an ausreichend Personal dafür, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Im Finanzministerium seien nach der Wahl noch zu viele Stellen unbesetzt.

          Stattdessen werde das Ministerium sich zunächst nur mit den Bankenvorschriften im engeren Sinn beschäftigen. Andere Bereiche wie der Kapitalmarkt, Derivate und Versicherungen würden dann Schritt für Schritt in den folgenden Monaten untersucht. Eine Stellungnahme des Finanzministeriums lag zunächst nicht vor.

          Trump hat einen „sehr großen Schnitt“ im Bereich der im Jahr 2010 erlassenen Wall-Street-Reform angekündigt. Parallel dazu arbeiten die Republikaner im Kongress an einem Gesetz, das Kapitalbildung fördern soll.

          Der Dodd-Frank-Act gilt als die zentrale Lehre, welche die Vereinigten Staaten aus der Finanzkrise gezogen haben. Trump hatte im Wahlkampf indes wiederholt kritisiert, die Finanzaufsicht erhalte durch diese Vorschriften so viel Macht, dass die amerikanischen Banken nicht richtig funktionieren könnten.

          Weitere Themen

          Pilotenheld kritisiert Boeing Video-Seite öffnen

          „Sully“ schlägt Alarm : Pilotenheld kritisiert Boeing

          Mehrere Piloten fordern den US-Flugzeugbauer Boeing auf, Piloten besser zu schulen, bevor die Flieger vom Unglückstyp 737 Max nach zwei Abstürzen mit hunderten Toten wieder fliegen dürfen. Die von Boeing angebotenen Schulungen reichten nicht aus, sagt unter anderem Chesley "Sully" Sullenberger. Er schrieb mit der geglückten Notlandung mit einem Airbus auf dem Hudson in New York 2009 Geschichte.

          Topmeldungen

          Charismatisch und skrupellos : Was will Boris Johnson?

          Er ist Held der englischen Nationalisten und Favorit für den Vorsitz der Konservativen. Einen echten Plan für den Brexit hat der begabte Scharlatan noch immer nicht.

          Abgrenzung von der AfD : Das Ende eines Ausflugs

          Die Union besinnt sich endgültig wieder auf die Erkenntnis, dass sie mit einer Wendung nach rechts weniger Zustimmung zurückgewinnt, als sie in der Mitte verliert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.