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Kollaps der Banco Popular : Europäische Zentralbank wird verklagt

  • Aktualisiert am

Der Europäischen Zentralbank droht Ungemach. Bild: dpa

Aktionäre und Anleiheinvestoren haben durch die Abwicklung der spanischen Banco Popular rund vier Milliarden Euro verloren. Nun klagen sie gegen die Europäische Zentralbank.

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          Aktionäre und die spanische Firma La Guirigana klagen gegen die Europäische Zentralbank (EZB) im Zusammenhang mit dem Kollaps des spanischen Geldhauses Banco Popular. Die zwei Klagen, die sich auch gegen die EU-Bankenabwicklungsbehörde SRB richten, waren am Freitag auf der Webseite des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) einsehbar. Dabei wurden allerdings keine näheren Einzelheiten genannt. Sprecher der EZB und des Gerichts lehnten eine Stellungnahme ab.

          Die EZB hatte das damals sechstgrößte Geldhaus Spaniens mit seinen 1800 Filialen und fast 12.000 Mitarbeitern im Juni nach einer massiven Kapitalflucht als nicht überlebensfähig eingestuft. Daraufhin musste die europäische Bankenabwicklungsbehörde SRB über Nacht handeln. Retter in der Not war die spanische Großbank Santander, die das Geschäft für den symbolischen Preis von einem Euro übernahm. Es war die erste Abwicklung einer Bank, die nach den Vorschriften der EU ganz auf Kosten der Eigentümer und Gläubiger ging. Aktionäre und Anleiheinvestoren verloren rund vier Milliarden Euro.

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