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Großbaustelle am Bahnhof : So steht es um das Megaprojekt Stuttgart 21

Stuttgart von oben – eine Großbaustelle. Bild: dpa

Eigentlich nicht baubar, sagen Ingenieure. Eigentlich nicht finanzierbar, die Finanzer. Ende 2025 soll der neue Bahnhof Stuttgart 21 nun fertig werden. Wie ist der Stand der Dinge? Eine Besichtigung.

          6 Min.

          Vor kurzem schlüpften vier ältere Herren in gelbe Gummistiefel, zogen Sicherheitswesten über ihre dunklen Anzüge und griffen zum Helm: Bahnchef Heinz Dürr, Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel und Landesverkehrsminister Hermann Schaufler – alle seit Jahrzehnten außer Dienst. Die Ideengeber von „Stuttgart 21“ trafen sich zur Baustellenbesichtigung – genau 25 Jahre nachdem sie der Öffentlichkeit die erste Vorhabenskizze präsentiert hatten.

          Kerstin Schwenn
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Hartnäckig hält sich die Legende, die Protagonisten seien damals auf einem Hubschrauberflug über Stuttgart zu der Überzeugung gelangt: Dieser Bahnhof muss unter die Erde, um Platz zu schaffen für ein neues Stadtviertel. Ein Vierteljahrhundert später wird an dem umstrittenen Projekt gearbeitet, von dem Ingenieure sagen: eigentlich nicht baubar. Und Finanzer sagen: eigentlich nicht bezahlbar. Immer noch halten Gegner von „Stuttgart 21“, die den verkehrlichen Nutzen und die Umweltverträglichkeit anzweifeln, vor dem alten Bonatzbau Mahnwache – jeden Tag 24 Stunden lang.

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