https://www.faz.net/-gqe-9rphd

Illegale Preisabsprache : Bahn will viel Geld vom Lasterkartell

Bild: dpa

Bahn, Bundeswehr und diverse Unternehmen fordern eine halbe Milliarde Euro vom sogennanten „Lastwagen-Kartell“ wegen illegaler Preisabsprachen.

          1 Min.

          Die Deutsche Bahn verklagt das sogenannte Lastwagen-Kartell auf Schadenersatz in Höhe von einer halben Milliarde Euro. Auf diese Summe beziffert der Konzern den Schaden der illegalen Preisabsprachen der Nutzfahrzeughersteller. Diesem Schritt haben sich Bundeswehr und diverse Unternehmen angeschlossen, die zuvor ihre Ansprüche an ein Klagevehikel abgetreten haben. Eine Klage werde am Landgericht München eingereicht, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte „Bild am Sonntag“ davon berichtet.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die EU-Kommission hatte aufgedeckt, dass die Unternehmen MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1996 bis 2011 Preise abgesprochen haben. Die Wettbewerbshüter verhängten Geldbußen in Höhe von vier Milliarden Euro. Mit einer Milliarde Euro musste Daimler die höchste Strafe zahlen. Im Kartellzeitraum hätten Bahn und Bundeswehr „Tausende“ Lastwagen angeschafft, hieß es am Sonntag. Der Bahn-Konzern zeigte sich offen für eine einvernehmliche Lösung. Daher habe man allen beteiligten Kartellanten das Gespräch angeboten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Klärungsbedarf: Zübeyde und Peter Feldmann am Abend der Wiederwahl des Oberbürgermeisters

          Feldmann und die Kita-Affäre : Gut bezahlte Nebenrolle

          Als Zübeyde Temizel noch am Konzept für eine Kita in Wiesbaden gearbeitet haben soll, besichtigte Peter Feldmann schon die „Dostluk“-Baustelle in Frankfurt. Und das ist längst nicht die einzige Ungereimtheit in der Sache.
          Gesponserte Inszenierung: Microinfluencerin Patricia Wirschke

          Microinfluencer : Wie der Rat einer guten Freundin

          Wer weniger als 10.000 Follower bei Instagram hat, war vor ein paar Jahren noch uninteressant für die Werbung. Doch jetzt schlägt die Stunde der Microinfluencer. Ihr Wert steigt.