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Illegale Preisabsprache : Bahn will viel Geld vom Lasterkartell

Bild: dpa

Bahn, Bundeswehr und diverse Unternehmen fordern eine halbe Milliarde Euro vom sogennanten „Lastwagen-Kartell“ wegen illegaler Preisabsprachen.

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          Die Deutsche Bahn verklagt das sogenannte Lastwagen-Kartell auf Schadenersatz in Höhe von einer halben Milliarde Euro. Auf diese Summe beziffert der Konzern den Schaden der illegalen Preisabsprachen der Nutzfahrzeughersteller. Diesem Schritt haben sich Bundeswehr und diverse Unternehmen angeschlossen, die zuvor ihre Ansprüche an ein Klagevehikel abgetreten haben. Eine Klage werde am Landgericht München eingereicht, sagte eine Sprecherin. Zuvor hatte „Bild am Sonntag“ davon berichtet.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die EU-Kommission hatte aufgedeckt, dass die Unternehmen MAN, Daimler, Volvo/Renault, DAF, Iveco und Scania von 1996 bis 2011 Preise abgesprochen haben. Die Wettbewerbshüter verhängten Geldbußen in Höhe von vier Milliarden Euro. Mit einer Milliarde Euro musste Daimler die höchste Strafe zahlen. Im Kartellzeitraum hätten Bahn und Bundeswehr „Tausende“ Lastwagen angeschafft, hieß es am Sonntag. Der Bahn-Konzern zeigte sich offen für eine einvernehmliche Lösung. Daher habe man allen beteiligten Kartellanten das Gespräch angeboten.

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