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Bafin sieht Gesetzesverstöße : Hypo-Real-Estate-Manager unter Verdacht

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Die Bafin sieht Gesetzesverstöße während der Krise der Hypo Real Estate Bild: AP

Die Bafin hat konkrete Hinweise auf Gesetzesverstöße während der akuten Liquiditätskrise der Großbank Hypo Real Estate. Eine Bafin-Sprecherin sagte der F.A.Z., der Behörde sei von der Staatsanwaltschaft München „die Verdachtsanzeige eines Marktteilnehmers“ weitergeleitet worden.

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          Die Finanzmarktaufsicht Bafin hat konkrete Hinweise auf Gesetzesverstöße während der akuten Liquiditätskrise der Großbank Hypo Real Estate (HRE) vor zwei Wochen. Der Behörde sei von der Staatsanwaltschaft München „die Verdachtsanzeige eines Marktteilnehmers“ weitergeleitet worden, sagte eine Bafin-Sprecherin am Dienstag der F.A.Z. „Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen, aber wir halten die erhobenen Vorwürfe für substantiiert“, sagte sie ohne Einzelheiten zu nennen.

          Als mögliche Gesetzesverstöße kommen eine unerlaubte Marktmanipulation, Insiderhandel und ein Verstoß gegen die Richtlinien zur Ad-hoc-Publizität durch Entscheidungsträger der Bank in Frage.

          Auch Anlegerschützer erstatten Anzeige

          Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen den zurückgetretenen HRE-Chef Georg Funke und dessen Vorstandskollegen Bo Heide-Ottosen erstattet. Diese Anzeige liegt dem Bafin nach eigenen Angaben aber noch nicht vor.

          Die HRE teilte am Dienstag mit, die Bank habe Untersuchungen gegen zwei ehemalige Spitzenmanager wegen möglicher Verfehlungen eingeleitet. Der Aufsichtsrat habe eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, zu untersuchen, ob bei Funke und Heide-Ottosen Pflichtverletzungen vorliegen, hieß es am Dienstag. „Im Interesse des Unternehmens und aller Beteiligten hat sich der Aufsichtsrat zu dieser im Ergebnis offenen Untersuchung durch eine unabhängige, renommierte Kanzlei entschieden“, erklärte der HRE-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Pohle.

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