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Wahlkampf : Können Verbote tatsächlich Innovationstreiber sein?

Kandidatin Annalena Baerbock. Bild: dpa

Die Grünen-Kandidatin behauptet, Verbote seien ein Innovationstreiber. Für ihre Konkurrenz ist das ein gefundenes Fressen. Doch was sagt die Wissenschaft?

          3 Min.

          Annalena Baerbock war im TV-Triell am Sonntagabend bei ihrem Kernthema, dem Klimaschutz, gerade in Fahrt gekommen, da sagte die Grünen-Kanzlerkandidatin den bemerkenswerten Satz: „Jedes Verbot ist auch ein Innovationstreiber.“ Ihre Aussage, die im Zusammenhang der Debatte um den fossilen Verbrennungsmotor stand, blieb in der Runde der Kandidaten unkommentiert – umso heftiger fielen die Kommentare in den sozialen Medien aus.

          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Auf Twitter unkten Nutzer, das mit den Verboten und Innovationen habe in der DDR ja super geklappt. Ein Nutzer wies darauf hin, dass Verbote in allererster Linie zu einer Innovation führten – dem „Erfinden von Umgehungstatbeständen“. Es sei „ökonomischer und ökologischer Wahnsinn, wenn wir damit unsere Ressourcen und Gehirnschmalz vergeuden“. Auch die politische Konkurrenz ließ sich nicht lange bitten. FDP-Parteichef Christian Lindner kommentierte: „Aus aktuellem Anlass eine Erinnerung an den zentralen Wert unserer Gesellschaft: #Freiheit ist der #Innovationstreiber..“

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