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Carsten Knop

Baden-Württemberg : Grüne Fesseln

  • -Aktualisiert am

In Baden-Württemberg soll staatlicher Zwang über fehlendes Grün hinweg helfen. Wer darüber schmunzelt, macht einen Fehler. Denn hier geschieht Unerhörtes.

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          Dass bei einem Haus- oder Wohnungsbau in deutschen Städten nicht mehr ausreichend Stellplätze für Autos genehmigt werden, daran hatte man sich ja schon gewöhnt. Auch wenn durch den künstlich erzeugten Parkplatzmangel natürlich kein einziges Auto weniger zugelassen wird.

          Das Land Baden-Württemberg will jetzt aber noch einen großen Schritt weitergehen. Zumindest reichlich Platz für Fahrräder wird es bei Neubauten künftig geben. Und wer keinen Garten hat, dem soll der staatliche Zwang über das fehlende Grün hinweghelfen. Also her mit der bewachsenen Fassade oder dem grünen Dach. Diverse weitere Auflagen sind geplant, bis hin zu abstrusen Abstellflächen für Gehhilfen in einem Studentenwohnheim.

          Wer jetzt schmunzelt, macht einen Fehler. Hier geht es nicht um Niedlichkeiten, sondern um einen Staat, der sich in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen. Der ohne jede Not immer mehr private Freiheiten einschränkt und in seiner Regulierungswut obendrein noch zum Nachbarschaftsrecht widersprüchliche Vorgaben macht. Das Gesetzesvorhaben kann im Stuttgarter Landtag noch verändert werden. Die Parlamentarier sollten zur Besinnung kommen.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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