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Axel Weber im Gespräch : „Notenbanken dürfen nicht Reparaturbetrieb verfehlter Politik sein“

Axel Weber Bild: Helmut Fricke

Der UBS-Verwaltungsratsvorsitzende Axel Weber hielt schon früher Entscheidungen der EZB für falsch. Diesmal ist das nicht anders. Im Interview spricht er über den Wunsch nach Konsolidierung, Fusionsgerüchte – und die Frage, was Lagarde besser machen muss als Draghi.

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          Herr Weber, die jüngsten Entscheidungen der EZB haben Präsident Mario Draghi viel Kritik eingebracht. Ist die Kritik gerechtfertigt?

          Diesen Schritt der EZB fand ich voreilig und nicht angemessen. Diese Entscheidung, die Geldpolitik auf Jahre hinaus so festzulegen, hätte man vielleicht besser der Nachfolgerin Christine Lagarde überlassen. Ihre Hände sind nun erstmal gebunden.

          Es war die letzte Entscheidung, die Mario Draghi als EZB-Chef gefällt hat. Wie würden sie die Amtszeit im Rückblick bewerten?

          Mario Draghi hat seine Aufgabe sehr klar definiert: Er hat für den Erhalt des Euro gekämpft. Draghi hat den Märkten während der Finanzkrise in einer sehr kritischen Phase die Stirn geboten. Es hat funktioniert und den Euro stabilisiert. Das ist zweifelsohne sein Verdienst. Die EZB hat allerdings in der Finanzkrise ihr Instrumentarium und ihren Verantwortungsbereich stark ausgedehnt. Innerhalb ihres Mandats war das nicht immer.

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