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AVP-Insolvenz : Bange Wochen für die Apotheken

  • -Aktualisiert am

Viele Apotheken sind durch die AVP-Insolvenz in Not geraten. Bild: dpa

Nach der Insolvenz eines Rezeptabrechners wurden schnell Rufe nach einem staatlichen Rettungsschirm laut. Zunächst einmal ist aber das Gesundheitswesen selbst gefordert, zu helfen.

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          Das Geschäftsmodell dürfte der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sein, der Name noch weniger Menschen etwas sagen. Doch die Insolvenz des Rezeptabrechnungszentrums AVP aus Düsseldorf hat für dessen Kunden, zu denen mehr als 3000 der rund 19.000 Apotheken in Deutschland zählen, schwerwiegende Folgen. Viele stecken jetzt in akuten finanziellen Schwierigkeiten, nicht wenige bangen um ihre Existenz – die berufliche und die private. Denn Apotheken betreiben ihr Geschäft in der Regel als eingetragene Kaufleute, sie haften mit ihrem Privatvermögen.

          Das Verständnis für ihre schwierige Lage schien sich zunächst in Grenzen zu halten. Apotheken würden doch immer jammern, war zu hören. Da ist natürlich etwas dran, man erinnere sich nur, wie die Apotheker und ihre Verbände und Kammern gegen die Konkurrenz durch Versandapotheken mobilgemacht hatten. Diese Situation ist jedoch anders: Durch die Insolvenz von AVP sind die Apotheken – die über die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ein wichtiger Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge sind – unverschuldet in Not geraten. Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit dem Fall.

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