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Nutzfahrzeuge : VW sichert sich Mehrheit an MAN

  • Aktualisiert am

VW arbeitet weiter an seiner Lkw-Allianz Bild: dpa

Der Wolfsburger Autokonzern hält nun eine deutliche Mehrheit der MAN-Stammaktien. Damit rückt eine Lkw-Allianz aus MAN und der schwedischen VW-Tochter Scania unter der Führung von Volkswagen näher.

          Volkswagen hat den Lkw-Bauer MAN unter seine Kontrolle gebracht. Der Wolfsburger Autobauer verfügte nach Ablauf der Annahmefrist für das Pflichtangebot über 55,90 Prozent der Stimmrechte und 53,7 Prozent des Grundkapitals dem Münchner Nutzfahrzeug-und Maschinenkonzern.

          VW-Chef Martin Winterkorn zeigte sich am Montag „mehr als zufrieden“, mit dem Ergebnis. Damit rücke das Ziel näher, substanzielle Synergien zwischen MAN, Scania und VW zu heben. VW wolle nun in Abstimmung mit den Kartellbehörden die gesetzlich notwendige Freigabe der Lkw-Allianz vorantreiben. Volkswagen übertraf mit seinem Angebot seine selbst gestecktes Ziel deutlich: Die Wolfsburger hatten ursprünglich beabsichtigt, einen Anteil von 35 bis 40 Prozent der Stimmrechte zu bekommen, um in der Hauptversammlung eine Mehrheit zu erhalten.

          VW hatte seinen Anteil an MAN vor Kurzem über die Schwelle von 30 Prozent gehoben und musste daraufhin allen anderen Eignern eine Übernahmeofferte unterbreiten (siehe Lastwagen-Allianz: Volkswagen überrascht MAN mit Übernahmeangebot). Mit 95 Euro je Stimmrecht traf diese zunächst kaum auf Gegenliebe. Doch dann fiel der MAN-Kurs, und das Angebot wurde plötzlich attraktiv. Die VW-Offerte lief am vergangenen Mittwoch aus.

          Europas größter Autobauer will die Zusammenarbeit von MAN mit seiner schwedischen Tochter Scania forcieren, an der die Wolfsburger knapp 71 Prozent der Stimmrechte halten. Mit dem Pflichtangebot für MAN will VW auch die Erlaubnis der Kartellbehörden zu der Lkw-Allianz einholen. Kooperationen bei Einkauf, Entwicklung und Produktion sollen MAN und Scania signifikante Kostenvorteile bringen.

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