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Neue Modelle : Ford baut Elektro-Focus

  • -Aktualisiert am

Erst Ende des Jahres sollen Fords neue Focus-Modelle in Amerika in den Handel kommen, in Europa dauert das noch bis 2012 Bild: dpa

Focus wird den Elektro-Focus wahrscheinlich in Saarlouis bauen. Das sagte Deutschland-Chef Bernhard Mattes der F.A.Z. Das Unternehmen hinkt beim Elektroauto Konkurrenten wie Renault-Nissan oder Mitsubishi hinterher.

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          Der amerikanische Autohersteller Ford wird die batteriebetriebene Variante des Kompaktwagens Focus aller Voraussicht nach am Standort Saarlouis bauen. „Die endgültige Entscheidung ist zwar offiziell noch nicht gefallen. Aber unsere Fabrik in Saarlouis hat die besten Chancen, als Stammwerk den Auftrag zu bekommen“, sagte Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das bedeutet, die ersten für den europäischen Markt bestimmten Exemplare des Elektro-Focus werden in Saarlouis vom Band laufen. Als wichtigster Konkurrent für den Zuschlag galt der spanische Ford-Standort Valencia. Die Batterie für den Elektro-Focus wird zu Beginn vom südkoreanischen Hersteller LG Chem geliefert, zukünftig wird Ford Akkus aber selbst in Amerika produzieren.

          Ford hinkt beim Elektroauto Konkurrenten wie Renault-Nissan oder Mitsubishi hinterher. Erst Ende des Jahres sollen die neuen Focus-Modelle in Amerika in den Handel kommen, in Europa dauert das noch bis 2012. Wie viel der Elektro-Focus kostet, ist noch offen. Peugeots „Ion“ kann für 500 Euro im Monat geleast werden.

          „Ohne staatliche Unterstützung werden wir es in Deutschland nicht schaffen“

          Die Produktionskosten für eine Batterie, die dem Elektroauto eine Reichweite von gut 100 Kilometern verschafft, liegen mit etwa 10 000 Euro noch immer sehr hoch. Dies gilt als das wichtigste Hindernis für die Einführung von Elektroautos, weil sie im Vergleich zu herkömmlichen Wagen mit Preisen von mehr als 30 000 Euro noch immer deutlich teurer sind. „Ohne staatliche Unterstützung werden wir es in Deutschland nicht schaffen, Elektroautos am Markt zu etablieren. Das müssen nicht unbedingt direkte Zuschüsse zum Kaufpreis in Form von Prämien sein. Man sollte vielmehr über verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für Elektro-Firmenwagen nachdenken“, sagte Mattes. Der Hintergrund: Ford bietet schon jetzt gewerblichen Kunden den Lieferwagen Transit Connect in einer batteriebetriebenen Variante an.

          Zum allgemeinen Geschäft von Ford kündigte Mattes an, das Unternehmen werde im laufenden Jahr profitabel arbeiten, obwohl in der zweiten Jahreshälfte 2010 in Europa ein Verlust angefallen war. Im Januar schrumpfte der Absatz von Ford in den 19 wichtigsten Märkten in Europa um 5 Prozent auf knapp 100 000 Autos. Der Marktanteil ging von fast 9 auf 8,3 Prozent zurück.

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