https://www.faz.net/-gqe-6ydbo

Nach Rekordjahr 2011 : Verschnaufpause bei Volkswagen

  • Aktualisiert am

Knapp 8,16 Millionen Autos verkaufte Volkswagen 2011 an die Kunden weltweit Bild: dapd

Europas größter Autobauer rechnet in diesem Jahr wegen des zunehmend schärferen Wettbewerbs mit einem stagnierenden Gewinn. Auch die Einführung des Baukastensystem wirkt sich aus. 2013 will der VW-Konzern laut Vorstandschef Martin Winterkorn wieder durchstarten.

          1 Min.

          Nach dem Rekordjahr 2011 sieht sich Europas größter Autobauer weiterhin auf Wachstumskurs. Volkswagen wolle das operative Ergebnis des Vorjahres bei weiter steigendem Umsatz wieder erreichen, kündigte Konzernchef Martin Winterkorn am Montag in Wolfsburg bei der Präsentation der Bilanz 2011 an. Als Grund für die Stagnation beim Betriebsgewinn führte er das neue Baukastensystem an, dessen Einführung zunächst viel Geld kostet, durch das die Kosten wegen der gestiegenen Zahl an Gleichteilen in den nächsten Jahren aber um bis zu 30 Prozent sinken sollen. Auch der Wettbewerb werde zunehmend schärfer.

          2013 will der Konzern auch beim operativen Gewinn wieder durchstarten. Zum Umsatzplus im laufenden Jahr soll neben dem weiter steigenden Absatz auch die volle Einbeziehung des Münchner Lkw-Bauers MAN in die Konzernrechnung beitragen.

          Im vergangenen Jahr hatte VW den Reingewinn dank gestiegener Auslieferung und Sondereffekten auf 16 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Aufgebläht wurde der Gewinn dabei von Bilanzeffekten aus der geplatzten Fusion mit der Porsche Holding SE, die das Finanzergebnis antrieben. 2011 schnellte der Gewinn vor Steuern deshalb auf gigantische 19 Milliarden Euro. Der operative Gewinn kletterte um knapp 60 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Die Dividende an die Stammaktionäre, darunter die Porsche SE, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, soll um 80 Cent auf drei Euro angehoben werden.

          2011 stellte VW einen neuen Verkaufsrekord auf und brachte insgesamt knapp 8,16 Millionen Autos an die Kunden in aller Welt. Das entspricht einem Plus von rund einem Siebtel. Besonders gut lief es für die Niedersachsen bei der Kernmarke Volkswagen und der Premiumtochter Audi sowie in den Schwellenländern, vor allem in China, aber auch beispielsweise in den Vereinigten Staaten.

          VW will bis spätestens 2018 die Marke von 10 Millionen Verkäufen knacken und damit General Motors an der automobilen Weltspitze ablösen. Die Amerikaner starteten nach der überstandenen Insolvenz im vergangenen Jahr ein Bilderbuch-Comeback und wurden mit einem Absatz von gut 9 Millionen Autos wieder zur Nummer Eins der Branche.


           

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Eine überwältigende Mehrheit der Republikaner im Senat steht hinter Donald Trump und hat gegen die Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahren gegen ihn gestimmt.

          Verfahren gegen Trump : Fast alle Republikaner im Senat gegen Impeachment

          Nur fünf republikanische Senatoren stimmen mit den 50 Demokraten für den Fortgang des Amtsenthebungsverfahrens gegen den früheren amerikanischen Präsidenten. Die anderen halten es für verfassungswidrig. Damit wird eine Verurteilung extrem unwahrscheinlich.
          Unsere Autorin: Manon Priebe

          F.A.Z.-Newsletter : Gedenken und neue Homeoffice-Regeln

          Deutschland gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus. Die Homeoffice-Verordnung tritt in Kraft. Und die EU-Kommission lädt Astra-Zeneca zur Krisensitzung. Der F.A.Z.-Newsletter

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.