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Lastwagen : MAN verdient deutlich mehr

  • Aktualisiert am

Aufpoliert: MAN legt gute Quartalszahlen vor Bild: dpa

MAN tankt vor dem Wechsel in die Volkswagen-Familie Kraft. Der Lastwagenbauer profitiert von wachsender Nachfrage. Der Partnerschaft mit dem schwedischen Konkurrenten Scania unter dem VW-Dach nimmt MAN mit Selbstvertrauen in Angriff.

          MAN verkauft deutlich mehr Lastwagen und verdient damit wesentlich mehr. Nach einem erfolgreichen zweiten Quartal geht der Münchner Lastwagenbauer mit breiter Brust in die Partnerschaft mit dem schwedischen Konkurrenten Scania unter dem Dach des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns. „MAN kann dies von einer starken Position aus tun“, sagte Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. „Wir verfügen über führende Technologien, gute Marktpositionen, internationale Kooperationen und etablierte, werthaltige Marken“, sagte Pachta-Reyhofen.

          Volkswagen hatte im Mai seinen Anteil an MAN auf mehr als 30 Prozent erhöht und danach ein Pflichtangebot vorlegen müssen. Danach nahmen so viele Aktionäre das Angebot an, dass VW nach der Erlaubnis der Brüssler Kartellbehörden seinen Anteil auf 55,9 Prozent aufstocken kann. „Die Zusammenarbeit mit Volkswagen und Scania wird dann in eine neue, offensive Phase gehen“, sagte Pachta-Reyhofen.

          Vor allem profitieren die Münchner von der im Aufschwung wieder anziehenden Nachfrage in Europa und vom starken Geschäft in Brasilien, das MAN von Volkswagen übernommen hatte. Unter dem Strich verdoppelte der Dax-Konzern im zweiten Quartal seinen Gewinn beinahe auf 289 Millionen Euro, nachdem im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch 151 Millionen in den Büchern standen. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 4,24 Milliarden Euro zu.

          Angesichts der guten Zahlen schraubte der Konzern auch seine Erwartungen für das gesamte Jahr nach oben und rechnet nun mit einem Umsatzplus zwischen 10 und 15 Prozent. Zuvor hatte Pachta-Reyhofen mit einem Plus zwischen 7 und 10 Prozent gerechnet. Der Konzernchef wollte sich am Vormittag noch auf einer Pressekonferenz äußern.

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