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Harte Sparpläne : Opel-Arbeiter machen Front gegen GM

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Dunkle Wolken am Opel-Himmel: Mitarbeiter wehren sich europaweit gegen die Sparpläne von General Motors Bild: dpa

Betriebsräte in ganz Europa verweigern Opel-Vorstandschef Stracke lokale Verhandlungen. Opel ist bis 2014 vertraglich gebunden, danach will GM die Fabriken in Bochum und im englischen Ellesmere Port mit zusammen 5.000 Beschäftigten schließen.

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          Der amerikanische Autohersteller General Motors trifft mit seinen Sparplänen für die deutsche Tochtergesellschaft Opel auf harte Gegenwehr. Die Vertreter der Opel-Belegschaften in ganz Europa geben nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an diesem Montag eine förmliche Erklärung ihrer Einheit ab, um so zu verhindern, dass sie in Verhandlungen über Lohnverzicht und weitere Einschnitte gegeneinander ausgespielt werden. „Sehr geehrter Herr Stracke, wir werden mit Ihnen keine Verhandlungen auf lokaler Ebene führen“, heißt es in dem Brief an Opel-Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke, der dieser Zeitung vorliegt. Unterzeichnet ist das Schreiben von den zwei Dutzend Mitgliedern des Europa-Betriebsrats von Opel. Sie vertreten die 40.000 Beschäftigten in zwölf Opel- und GM-Werken in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Spanien und Ungarn.

          Die Erklärung ist eine Reaktion auf eine Forderungsliste von Opel-Produktionschef Peter Thom, die dieser in den vergangenen Tagen und Wochen in jedem der Werke einzeln vorgelegt hat. Die Belegschaften wurden damit zu flexibleren Arbeitszeiten und dem Verzicht auf Wochenendzuschläge und Tariferhöhungen aufgefordert. Werke, deren Belegschaften sich den Forderungen nicht beugen, müssen damit rechnen, bei der Zuteilung der künftigen Produktion neuer Automodelle nicht berücksichtigt zu werden.

          Produktion in Niedriglohnländern

          Bis Ende 2014 ist die Opel-Führung zwar an einen Vertrag mit der Belegschaft gebunden, der im Gegenzug für den Verzicht auf jährlich 265 Millionen Euro Lohn Werksschließungen und Entlassungen ausschließt. Doch nach Ablauf dieser Frist will GM die Fabriken in Bochum und im englischen Ellesmere Port mit zusammen 5.000 Beschäftigten schließen. Ein immer größerer Teil der Opel-Produktion, der in einigen Jahren jährlich 300.000 Autos umfassen könnte, soll in GM-Werken in Niedriglohnländern wie Korea oder Mexiko stattfinden.

          Opel-Chef Stracke hat jedoch Spekulationen über unmittelbar bevorstehende Werksschließungen in Europa zurückgewiesen. „Wir haben einen Vertrag bis 2014, der eine Standortsicherung vorsieht, und diesen Vertrag werden wir einhalten“, sagte Stracke schon Anfang März auf der Automesse in Genf. Hauptaufgabe sei es jetzt, das Unternehmen wirtschaftlicher zu organisieren. Darüber soll in der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch beraten werden. Dabei will Stracke auch Lohnkürzungen nicht ausschließen. In jedem Fall dürfte zur Debatte stehen, ob die Opel-Arbeiter angesichts der anhaltenden Milliardenverluste des Unternehmens die kommende Tariferhöhung erhalten werden, die gerade von der IG Metall mit den Arbeitgebern ausgehandelt wird.

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