https://www.faz.net/-gqe-ystf

Elektromotoren : Bosch und Daimler machen gemeinsame Sache

  • Aktualisiert am

Für Elektroautos will Daimler jetzt zusammen mit Bosch die Motoren bauen Bild: Rainer Wohlfahrt / F.A.Z.

Daimler und Bosch gründen ein Gemeinschaftsunternehmen. Das Ziel: Sie wollen zusammen Motoren für Elektroautos bauen - zunächst nur für Mercedes und Smart, später auch für Autos von Daimler-Konkurrenten.

          1 Min.

          Daimler und Bosch wollen bei Motoren für Elektroautos zusammenarbeiten. Die beiden Unternehmen kündigten am Dienstag die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens an, das im nächsten Jahr mit der Produktion beginnen soll. Daimler hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach angedeutet, dass zur Herstellung von Elektromotoren Partnerschaften mit Zulieferern eine Option sind. Zu den Favoriten wurden zuletzt Continental, Siemens und eben Bosch gezählt.

          „Mit der Bündelung ihrer Kompetenzen wollen die beiden Unternehmen die Entwicklungsfortschritte bei Traktionsmaschinen beschleunigen und entsprechende Synergien erschließen“, begründen die Konzerne ihre Zusammenarbeit. Jeder der beiden soll demnach je 50 Prozent an dem Gemeinschaftsbetrieb halten. Eine entsprechende Absichtserklärung hätten Daimler und Bosch bereits ausgefertigt. Noch im ersten Halbjahr 2011 solle der endgültige Vertrag unterzeichnet werden.

          Ansiedlung in Hildesheim und Stuttgart

          Die Elektromotoren sollen zunächst ausschließlich in Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart eingesetzt werden. In einem zweiten Schritt sollen sie über Bosch auch an Wettbewerber verkauft werden. Damit bindet sich der Automobilzulieferer Bosch auf diesem zukunftsträchtigen Feld vorübergehend an einen seiner wichtigsten Kunden.

          Die gemeinsamen Aktivitäten sollen im niedersächsischen Hildesheim sowie in Großraum Stuttgart angesiedelt werden. In Hildesheim unterhält Bosch bereits eine Serienfertigung.

          Zahlreiche Bündnisse entstehen

          Bei der Entwicklung und dem Bau von Elektromotoren sowie von Batterien entstehen derzeit zahlreiche Bündnisse in der Automobilindustrie. Bei leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien arbeitet Daimler bereits mit dem Mischkonzern Evonik zusammen.

          Mit Renault haben die Stuttgarter zudem eine Arbeitsteilung verabredet. Der französische Automobilhersteller liefert für den Smart von Daimler und den Twingo aus eigener Produktion den Elektromotor, die Stuttgarter die Batterie. Der Münchener Rivale BMW hat sich für eine ähnliche Partnerschaft mit dem französischen Autobauer Peugeot zusammengetan, um Teile für Hybridautos zu bauen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Trump hat sich Erdogan gegenüber benommen wie ein hysterischer Liebhaber.

          Trumps Syrien-Politik : Härte und Liebe

          Trump hat eine Feuerpause für Syrien aushandeln lassen und feiert sich nun als Friedensstifter. Doch seine Siegerpose wirkt lächerlich. Erdogan hat von Amerika alles bekommen, was er wollte.

          „Super Saturday“ : Britische Regierung beantragt Brexit-Verschiebung

          Das britische Parlament hat eine Entscheidung über den Brexit-Deal verschoben. Premierminister Boris Johnson kündigt an, er werde „weiterhin alles tun, damit wir am 31. Oktober die EU verlassen.“ Trotzdem muss er Brüssel um einen Aufschub bitten.
          Die „People’s Vote“- Bewegung verlangt eine zweite Volksabstimmung über den Verbleib der Briten in der Europäischen Union.

          Protestmarsch in London : „Wir wurden von Anfang an belogen“

          Zum „Super Saturday“ sind auch Hunderttausende Demonstranten nach London gekommen. Viele fühlen sich belogen, wollen Boris Johnson die Zukunft nicht anvertrauen – sondern selbst ein zweites Mal abstimmen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.