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Automobilindustrie : Dieter Zetsche fünf weitere Jahre an Daimler-Spitze

Dieter Zetsche Bild: AFP

Daimler-Chef Zetsche wird wohl bis 2018 an der Spitze des Stuttgarter Autoherstellers bleiben. Sein Vertrag soll noch im Februar um fünf Jahre verlängert werden.

          Dieter Zetsche wird für fünf weitere Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG bestellt. Das sieht die Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung vor, die für den 21. Februar terminiert ist. Zuvor war darüber spekuliert worden, dass die Personalie schon am 6. Februar entschieden werden könnte, am Tag vor der Jahrespressekonferenz des Autokonzerns.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Ebenfalls vor der Verlängerung stehen die Verträge von Forschungsvorstand Thomas Weber sowie von Christine Hohmann-Dennhardt, die seit zwei Jahren das neu geschaffene Ressort für Integrität und Recht verantwortet. Generell gilt bei Daimler mittlerweile aus Gründen der Kontinuität die Regel, dass Vorstandsverträge zunächst für drei Jahre geschlossen und dann jeweils um fünf Jahre verlängert werden.

          Im Fall von Hohmann-Dennhardt, die im April 63 Jahre alt wird, könnte sogar eine Verlängerung über die übliche Altersgrenze hinaus erfolgen. Sowohl auf der Kapitalseite wie auch auf der Arbeitnehmerbank genießt die frühere SPD-Politikerin und Richterin am Bundesverfassungsgericht für ihre Arbeit bei Daimler große Zustimmung. Weniger einhellig sind die Meinungen über die Verlängerung um fünf Jahre für den 59 Jahre alten Dieter Zetsche. Fondsmanager monieren, es wäre sinnvoller, den Vertrag wie früher üblich zunächst nur um drei Jahre zu verlängern.

          Bei der Jahrespressekonferenz an diesem Donnerstag wird Zetsche einräumen müssen, dass das ursprünglich geplante Ergebnis nicht erreicht worden ist. Eine entsprechende Vorwarnung an die Anleger hatte Daimler im Oktober gegeben. Gleichwohl können Aktionäre damit rechnen, eine stabile Dividende von 2,20 Euro zu erhalten. Dafür spricht, dass der Stuttgarter Konzern in der Vergangenheit grundsätzlich eine stabile Dividendenpolitik verfolgt hat.

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