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Automobilindustrie : BMW fährt Rekordquartal ein

  • Aktualisiert am

Lichtspiele auf der Motorhaube eines 1er BMWs im Werk Regensburg Bild: dapd

BMW hält die Rivalen Audi und Daimler weiter auf Distanz. Die Münchner legen mit dem besten Startquartal der Firmengeschichte den Grundstein für ein weiteres Rekordjahr - und für das Projekt Titelverteidigung.

          BMW bleibt auf Rekordkurs und hält die Verfolger von Audi und Daimler weiter auf Distanz. Die Münchner haben das beste Auftaktquartal in der Firmengeschichte hinter sich und haben damit die erste Hürde auf dem Weg zu einem weiteren Bestjahr genommen.

          „Wir streben 2012 weiterhin neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern an“, teilte Konzernchef Norbert Reithofer am Donnerstag mit und bestätigte damit seine bisherige Prognose. Wie die Konkurrenten in der Oberklasse profitieren die Bayern vor allem von der großen Nachfrage in Übersee, vor allem in China und den Vereinigten Staaten.

          Fast 1,35 Milliarden Euro Gewinn in drei Monaten

          Unter dem Strich verdiente BMW zwischen Januar und März fast 1,35 Milliarden Euro, gut 18 Prozent mehr als vor einem Jahr - und übertraf damit auch die Erwartungen vieler Fachleute, die wegen der Kosten für neue Modelle wie den 3er oder den Ausbau der Produktion mit schlechteren Zahlen gerechnet hatten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um fast 19 Prozent 2,1 Milliarden Euro.

          Kennzahlen BMW

          Der Umsatz kletterte im ersten Viertel um 14,1 Prozent auf knapp 18,3 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte „Mit neuen Höchstwerten bei Absatz, Umsatz und Ergebnis haben wir das beste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte eingefahren.“

          Vor allem der neue 1er und der neue 3er haben zugelegt

          BMW hatte für das erste Quartal bereits einen Absatzrekord vermeldet: Weltweit verkauften die Oberbayern 425.528 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce, ein Plus von 11,2 Prozent. Vor allem der neue 1er und der neue 3er haben deutlich zugelegt - beides sind besonders wichtige Modelle für BMW.

          Wie Audi oder Daimler spüren die Münchner nichts von einer Autokrise, auch wenn wie bei fast allen Herstellern die Geschäfte vor allem in Westeuropa nicht ganz so gut laufen. BMW verzeichnete im ersten Quartal auf dem Heimatkontinent nur ein kleines Plus von 0,5 Prozent.

          Auch bei der Profitabilität verwies BMW Audi und Daimler erneut auf die Plätze: Die sogenannte Ebit-Marge, die das Verhältnis von Umsatz zum operativen Ergebnis ausdrückt, lag im Startquartal bei 11,6 Prozent. Audi hatte bereits am Mittwoch ebenfalls Bestwerte gemeldet, operativ verdiente die VW-Tochter 1,4 Milliarden Euro und schaffte damit eine Ebit-Marge von 11,4 Prozent.

          Daimler hatte zwar im Auftaktquartal ebenfalls einen Absatzrekord verbucht, der Umsatz der Sparte Mercedes-Benz Cars wuchs um 8 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen uns Steuern (Ebit) ging aber leicht auf 1,252 Milliarden Euro zurück. Die Umsatzrendite sank bei Daimler deswegen im ersten Quartal von 9,3 auf 8,4 Prozent.

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