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Automobile : VW will Weltmarktanteil ausbauen

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Der designierte VW Chef Bernd Pischetsrieder in Detroit Bild: dpa

Der kommende VW-Chef Bernd Pischetsrieder will die Modellpalette strategisch verbreitern. Die Verkaufszahlen sollen so gesteigert werden.

          Der Wolfsburger VW-Konzern hat 2001 trotz Konjunkturschwäche seinen guten Absatz aus dem Vorjahr leicht auf 5,08 Millionen Fahrzeuge gesteigert. Der neue Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder will 2002 den Weltmarktanteil auf mehr als die jetzt erreichten 12,5 Prozent ausbauen.

          „Das ist eine schwierige Herausforderung. Aber wir sind zuversichtlich, unser Ziel zu erreichen“, sagte Pischetsrieder am Montag in Detroit auf der dortigen Automobilausstellung. Die erfolgreiche Modellpolitik werde auch auf stagnierendem oder leicht rückläufigem Weltmarkt dazu beitragen.

          Audi und Skoda legten zu

          2001 sei ein „sehr erfolgreiches Jahr“ gewesen. Mit 5,08 Millionen Fahrzeugen seien 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr ausgeliefert und der Weltmarktanteil von 12,2 um 0,3 Punkte verbessert worden. Allerdings verlor die Marke VW um 0,7 Prozent auf 3,105 Millionen Fahrzeuge. Der Absatz der Marke Seat brach um 5,5 Prozent auf 487.000 Modelle ein. Die Sparte VW Nutzfahrzeuge verlor sogar 8,8 Prozent auf 300.000 Einheiten. Dagegen wuchs die Ingolstädter Marke Audi um elf Prozent auf 726.000 Autos. Skoda legte um 5,9 Prozent auf 461.000 Autos zu.

          In den USA, Kanada und Mexiko hat der VW-Konzern im vergangenen Jahr sein angestrebtes Plus von fünf bis zehn Prozent deutlich verfehlt. Nach einem Absatzsprung von 18,5 Prozent im Jahr 2000 reichte es nach Angaben von Vorstand Jens Neumann in 2001 lediglich zu plus 1,8 Prozent auf knapp 669.500 Fahrzeuge. Pischetsrieder verteidigte die Entscheidung, den US-Absatz nicht durch hohe Zugaben an die Kunden angekurbelt zu haben. „Dieser Schritt war richtig. VW wird sich auch weiterhin nicht an den Zugabeaktionen beteiligen.“

          Keine Prognose für die USA

          Pischetsrieder lehnte Vorhersagen für die USA als dem wichtigsten Auslandsmarkt ab. „Unser Ziel ist es, den Marktanteil in den USA zu steigern, und wir werden das auch sicher erreichen. Sich aber auf eine absolute Zahl festzulegen, heißt auf jeden Fall, falsch zu liegen.“ Dazu seien die Prognosen für den US-Markt mit zwischen 15 und 17 Millionen Einheiten im Jahr zu unkonkret. Mit neuen Modellen in anderen Bereichen wolle VW mehr Volumen auf dem US-Markt machen.

          Modellpolitik breiter anlegen

          „VW ist zur Zeit mit seinen Modellen nur in 50 Prozent des Marktes vertreten. Klar ist, der Konzern wird auch mit Blick auf den US-Markt in den Segmenten Sport Utility Vehicles (SUV) und Multi Purpose Vehicle (MPV) stärker aufstellen.“ Viele Produkte seien schon entschieden. „Es werden noch andere kommen.“ Über den Bau des neuen Modells Microbus werde bis Mitte des Jahres entschieden.

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