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Automobile : Rekord und mehr Modelle

  • Aktualisiert am

BMW glänzt Bild: dpa

BMW hat ein Rekordjahr hinter sich. Damit das so bleibt, sollen viele neue Modelle auf den Markt kommen.

          Nach einem Absatzrekord im Jahr 2001 will der BMW-Konzern auch im laufenden Jahr der Branchenflaute trotzen. „Wir erwarten weiteres Wachstum und weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung“, sagte BMW-Chef Joachim Milberg am Montag auf der Autoshow in Detroit.

          Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Auslieferungen von Autos der Marken BMW und Mini um 10,2 Prozent auf erstmals 905.653 Fahrzeuge gestiegen, im laufenden Jahr wird erstmals die Millionenmarke angepeilt. In Deutschland wuchs der Konzernabsatz im rückläufigen Markt leicht auf knapp 246.000 Stück. Wegen der hohen Nachfrage seien für 2002 in den Werken München und Regensburg bereits 28 Zusatzschichten vereinbart.

          BMW erwartet, dass das Premiumsegment in den nächsten zehn Jahren doppelt so schnell wachsen wird wie der Markt für die Volumenhersteller wie VW oder Ford. Um diese erwartete Nachfrage bedienen zu können, plant BMW rund 20 neue Modelle innerhalb der nächsten sechs Jahre auf den Markt zu bringen. Analysten sind der Ansicht, dass diese expansive Modellpolitik negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben wird.

          Nichts Genaues, aber Rekord

          Umsatz- und Ertragszahlen für 2001 nannte BMW noch nicht. Auch hier hatte Milberg aber bereits neue Bestzahlen angekündigt. Die Marke BMW steigerte die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr um 7,1 Prozent auf gut 880.000 Fahrzeuge. Dazu verkaufte der Konzern seit dem Marktstart in der zweiten Jahreshälfte knapp 25.000 neue Minis.

          Im Monat Dezember fiel das weltweite Wachstum mit einem Plus von 7 Prozent etwas gebremst aus. In der Kernmarke BMW sank der Absatz sogar von knapp 69.000 auf knapp 66.000 verkaufte Autos. Der Konzern begründete dies mit Sonderfaktoren im Rahmen von Modellwechseln. Im Dezember konnten die Münchener auf Grund hoher Nachfrage nach dem Siebener-Modell keines liefern und also auch keines verkaufen. Zum anderen lag der Rückgang der Zahlen an einem extrem guten Geschäftsverlauf durch die Einführung neuer Modelle im Vergleichsmonat des Vorjahres, wie ein Unternehmenssprecher erklärte.

          Impulse aus den Extremen

          Wachstumsimpulse verspricht sich Milberg im laufenden Jahr insbesondere vom im Herbst vorgestellten neuen Siebener und vom Mini, die 2002 in die außereuropäischen Märkte eingeführt werden. 2001 erwies sich insbesondere der geländegängige X5 als Absatzrenner. Auch die 3er-Reihe konnte den Absatz auf gut 534.000 verkaufte Fahrzeuge (Vorjahr: 509.000) ausbauen.

          Zulegen konnte BMW auf fast allen wichtigen Märkten. In den USA stieg der Absatz um 12,5 Prozent auf erstmals gut 213.000 verkaufte Autos. In den wichtigsten europäischen Absatzmärkten legten die Verkaufszahlen zwischen 5 (Frankreich und Italien) und 17 Prozent (Großbritannien) zu. In Japan stagnierte der Absatz dagegen bei knapp 36.000 Fahrzeugen.

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