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Automobile : Porsche gewinnt mit dem 911er

  • Aktualisiert am

Mit dem 911er geht es bei Porsche immer noch bergauf Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

Porsche gibt weiter Gas. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres legte der Autobauer zu bei Gewinn und Umsatz.

          Der neu designte 911er ist nach wie vor das Zugpferd bei Porsche. Das Stuttgarter Unternehmen macht die Nachfragesteigerung bei dem Klassiker verantwortlich für das gute Ergebnis bei Gewinn und Umsatz.

          Der Konzerngewinn vor Steuern sei von August 2001 bis Januar 2002 um 12 Prozent auf 156,5 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz habe um 6,8 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro zugelegt.

          Keine Überraschung

          „Die Zahlen waren im Rahmen meiner Erwartungen“, sagt Krista Kepler, Analystin bei Merck Finck, gegenüber FAZ.NET. „Es ist ein positives Ergebnis, wenn sich die Gewinne im Vergleich zum Umsatz steigern.“

          Noch mehr Porsche

          Porsche setzte nach eigenen Angaben mit 23.475 Fahrzeugen 1,2 Prozent mehr ab als im Vergleichszeitraum des letzten Geschäftsjahres und steigerte die Produktion um 1,7 Prozent auf 25.164 Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2001/02 erwartet das Unternehmen einen Umsatz und ein Vor-Steuer-Ergebnis „zumindest auf Vorjahreshöhe“.

          Cayenne drückt zunächst das Ergebnis

          Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Cayenne-Modells werden sich auf das zweite Halbjahr auswirken. „Das Ergebnis wird wahrscheinlich nicht so gut wie im ersten Halbjahr sein, so dass man insgesamt auf das Vorjahresniveau kommt“, prognostiziert Analystin Kepler. Nach Einführung des neuen Modells in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres erwartet Porsche, dass die Stückzahlen pro Jahr um 50 Prozent zunehmen. Zur Zeit verkauft das Stuttgarter Unternehmen den 911er und den Boxster als einzige Modelle.

          Mehr Porschefahrer, mehr Arbeitsplätze

          Porsche hat eigenen Angaben zufolge mit ihrem Wachstumskurs erneut zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Der Vorstand hebt in seinem am Dienstag veröffentlichten Aktionärsbrief hervor, dass sich die Mitarbeiterzahl im Konzern binnen eines Jahres um 5,3 Prozent auf 9.989 erhöht habe. Zusätzliches Personal erforderten insbesondere das im Aufbau befindliche Werk in Leipzig sowie die Vorbereitung der Motorenproduktion für den Cayenne im Zuffenhausener Stammwerk. Auch im Bereich der Kundenentwicklung und bei den europäischen Einzelhändlern wurde das Personal aufgestockt.

          Markt in den USA schwächelt

          Das Unternehmen rechne damit, einen möglichen Absatzrückgang in den USA durch mehr Verkäufe auf den europäischen Hauptmärkten weitgehend ausgleichen zu können. Selbst wenn im Geschäftsjahr 2001/2002 angesichts der unsicheren Entwicklung der Weltwirtschaft die Absatzzahlen des Vorjahres nicht erreicht werden sollten, werde dank des besseren Modell-Mixes hin zu teureren Modellen Umsatz und Vorsteuerergebnis zumindest auf Vorjahreshöhe erwartet.

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