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Automobile : Noch mehr Zuffenhausener Herzstücke

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Das neue Mitglied der Porsche-Familie, der Geländewagen Cayenne, braucht Motoren. Die sollen aus Zuffenhausen kommen und dazu wird das Werk ausgebaut.

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          Dem Sportwagenhersteller Porsche geht es gut. Der Absatz in den oberen Segmenten der Automobilbranche ist nach wie vor gut. Und bislang sind die großen Konkurrenten, die den Zuffenhausenern Marktanteile streitig machen wollen, nicht richtig in die Gänge gekommen. VW großangekündigter D1 ist noch nicht zu haben, der neue Siebener von BMW ist erst seit wenigen Wochen auf dem Markt.

          Aber auch für die Zukunft scheint man bei Porsche eher mit steigenden als mit fallenden Absatzzahlen zu rechnen. Konsequent wird der Stammsitz Stuttgart- Zuffenhausen erweitert. Ein neues Motorenwerk soll entstehen. Dafür werden rund 100 Millionen Mark investiert. Nach der Fertigstellung Ende 2003 sollen dort jährlich mehr als 80.000 Motoren der Baureihen Boxster, 911 und des neuen Cayenne, eines sportlichen Geländewagens, vom Band laufen.

          Befristete werden unbefristet

          Insgesamt sollen circa 120 Mitarbeiter am neuen Standort eine Stelle finden. Bisher produzieren in Zuffenhausen 500 Mitarbeiter die Motoren für die Baureihen 911 und Boxter. Doch kaum Neueinstellungen sind zu erwarten, da ein Großteil der Belegschaft mit Mitarbeitern besetzt werden sollen, deren befristete Arbeitsverhältnisse in unbefristete umgewandelt werden.

          Auslöser für die Entscheidung zum Ausbau des Standorts Zuffenhausen ist der Bau des sportlichen Geländewagens Cayenne, der von der zweiten Hälfte des kommenden Jahres an in einem neuen Werk in Leipzig montiert wird. Bisher werden die Motoren der beiden existierenden Baureihen in einem Gebäude produziert, dessen Kapazität mit Beginn der Cayenne-Fertigung nicht mehr ausreicht. Porsche will jährlich mindestens 25.000 Cayenne produzieren.

          Bekenntnis und Herzstücke

          Mit dem Bau des neuen Motorenwerks soll Mitte 2002 begonnen werden. Vorstandschef Wendelin Wiedeking bezeichnete die Entscheidung als Bekenntnis für das Stammwerk, das von der Produktion der Motoren für die Cayenne-Fertigung in Leipzig zusätzlich profitieren wird. „Das Herzstück jedes Porsches kommt damit auch in Zukunft aus Zuffenhausen“, sagte Wiedeking.

          Mit dem Ausbau der Kapazitäten solle der Wachstumskurs des Unternehmens abgesichert werden. Er sei Bestandteil der zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat im Juli 2000 geschlossenen Standortsicherungsvereinbarung.

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